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Drogenboss auf der Flucht: Ermittler analysieren Gen-Spuren von "El Chapos" Tunnelbauern

Tausende Soldaten und Polizisten suchen in Mexiko nach dem flüchtigen Drogenboss "El Chapo". In dem Tunnel, durch den er aus dem Gefängnis entkam, haben Ermittler nun DNA-Spuren gefunden.

DNA-Spuren im "El Chapos" Fluchttunel sollen die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen

DNA-Spuren im "El Chapos" Fluchttunel sollen die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen

Nach dem spektakulären Gefängnisausbruch des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán haben Ermittler in dem Fluchttunnel genetische Spuren entdeckt. Die DNA soll die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen, die den Gang bis in das Hochsicherheitsgefängnis gegraben haben, wie die Zeitung "La Jornada" am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. Der 1,5 Kilometer lange Tunnel war professionell gebaut worden und verfügte über Stromversorgung und Luftzufuhr.

"El Chapo" war am 11. Juli aus der Haftanstalt El Altiplano im Zentrum Mexikos getürmt. Tausende Soldaten und Polizisten suchen seitdem im ganzen Land nach dem Anführer des Drogenkartells von Sinaloa. Die Ermittler gehen davon aus, dass er bei seiner Flucht Helfer innerhalb und außerhalb des Gefängnisses hatte. Gegen drei Justizvollzugsbeamte wurde bereits ein Strafverfahren wegen Gefangenenbefreiung eingeleitet. 

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft setzte ein Kopfgeld in Höhe von 60 Millionen Pesos (etwa 3,4 Millionen Euro) auf "El Chapo" aus. Es ist bereits der zweite Gefängnisausbruch von ihm. 2001 war er mit Hilfe der Wächter aus einer andere Haftanstalt getürmt.

ivi / DPA