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Drogenboss auf der Flucht: Ermittler analysieren Gen-Spuren von "El Chapos" Tunnelbauern

Tausende Soldaten und Polizisten suchen in Mexiko nach dem flüchtigen Drogenboss "El Chapo". In dem Tunnel, durch den er aus dem Gefängnis entkam, haben Ermittler nun DNA-Spuren gefunden.

DNA-Spuren im "El Chapos" Fluchttunel sollen die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen

DNA-Spuren im "El Chapos" Fluchttunel sollen die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen

Nach dem spektakulären Gefängnisausbruch des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán haben Ermittler in dem Fluchttunnel genetische Spuren entdeckt. Die DNA soll die Polizei zu den Helfern des Kartell-Chefs führen, die den Gang bis in das Hochsicherheitsgefängnis gegraben haben, wie die Zeitung "La Jornada" am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. Der 1,5 Kilometer lange Tunnel war professionell gebaut worden und verfügte über Stromversorgung und Luftzufuhr.

"El Chapo" war am 11. Juli aus der Haftanstalt El Altiplano im Zentrum Mexikos getürmt. Tausende Soldaten und Polizisten suchen seitdem im ganzen Land nach dem Anführer des Drogenkartells von Sinaloa. Die Ermittler gehen davon aus, dass er bei seiner Flucht Helfer innerhalb und außerhalb des Gefängnisses hatte. Gegen drei Justizvollzugsbeamte wurde bereits ein Strafverfahren wegen Gefangenenbefreiung eingeleitet. 

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft setzte ein Kopfgeld in Höhe von 60 Millionen Pesos (etwa 3,4 Millionen Euro) auf "El Chapo" aus. Es ist bereits der zweite Gefängnisausbruch von ihm. 2001 war er mit Hilfe der Wächter aus einer andere Haftanstalt getürmt.

ivi / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?