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Mexiko: Berüchtigter Drogenbaron gefasst

Javier Arellano-Felix ist Chef eines der gefürchtesten Drogenkartelle Mexikos. Mit hunderten von Tonnen von Kokain und Haschisch hat er den US-Markt überschwemmt - nun wurde der "Kopf der Schlange" festgenommen.

US-Fahnder haben einen der weltweit meist gesuchten Drogenbarone, den Mexikaner Javier Arellano-Felix, festgenommen. Der 37 Jahre alte Chef des besonders aggressiven und gewalttätigen Tijuana-Kartells sei von der US-Küstenwache gemeinsam mit zehn weiteren Personen auf einem Fischerboot in internationalen Gewässern vor Kalifornien gefasst worden, sagte der stellvertretende Justizminister Paul McNulty.

Arellano-Felix wurde bereits 2003 wegen Drogenhandels und Geldwäsche in den USA angeklagt. Darüber hinaus soll sein Kartell für mindestens 20 Morde in Mexiko und den USA verantwortlich sein. Auf die Ergreifung des Drogenbarons hatten die US-Behörden ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar, umgerechnet 3,9 Millionen Euro ausgelobt. Der Bandenchef wurde außerdem seit 1993 wegen diverser Waffen- und Drogenvergehen im Nachbarland Mexiko gesucht.

"Schwerer Schlag für die Organisation"

"Das ist ein schwerer Schlag für die Organisation", sagte McNulty. "Er war der Kopf einer Schlange." Arellano-Felix habe zu den weltweit 45 berüchtigtsten und meist gesuchten Drogenhändler gehört.

Nach Angaben der US-Drogenfahnder hat die Arellano-Familie seit einem Jahrzehnt den Drogenhandel von Mexiko in die USA dominiert. Das Kartell soll mit hunderten von Tonnen Kokain, Marihuana, Heroin und synthetischen Drogen den US-Markt überschwemmt haben. Nach Justizangaben begann die auf Drogen und rücksichtsloser Gewalt basierende Dynastie zu bröckeln, nachdem im Jahr 2002 ein Bruder getötet und ein weiterer festgenommen wurde. Zur Arellano-Familie gehörten sieben Brüder und vier Schwestern.

DPA / DPA
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