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Ethan Couch: Mexiko schiebt "Wohlstandkranken" in die USA ab

Weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben soll, ist der „wohlstandskranke“ Ethan Couch nach Mexiko geflohen. Doch dort ist der Teenie, der vier Menschen totgefahren hat, nicht willkommen.

Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach Ethan Couch

Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach Ethan Couch, nachdem er vier Menschen überfahren hatte

Ethan Couch, der betrunken vier Menschen totgefahren hat und wegen "Wohlstandskrankheit" mit Bewährung davon kam, ist zurück in den USA. Die mexikanischen Behörden schoben ihn am Donnerstag nach Texas ab, wie die Migrationsbehörde mitteilte. Laut amerikanischen Medienberichten traf der 18-Jährige am Mittag (Ortszeit) am Flughafen Fort Worth ein.

Der Texaner hatte im Alter von 16 Jahren vier Menschen totgefahren, war aber einer Gefängnisstrafe entgangen. Das Gericht urteilte damals, er sei "wohlstandskrank", als verwöhntes Kind reicher Eltern seien ihm nie Grenzen aufgezeigt worden. So kam Couch mit zehn Jahren Bewährung davon - ein Urteil, das in den USA für Unverständnis sorgte. Couch floh mit seiner Mutter nach Mexiko, nachdem ein Video aufgetaucht war, das ihn auf einer Party zeigen soll. Falls er dort Alkohol getrunken hat, hätte er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen. Beide wurden Ende Dezember festgenommen.

Der Fall von Ethan Couch soll vor ein Gericht für Erwachsene verlegt werden

Nach einem Bericht der Zeitung "Star Telegram" wurde Couch in eine Jugendarrestanstalt gebracht, wo er auf seine Anhörung wartet. Die US-Staatsanwaltschaft strebt an, den Fall von einem Jugendgericht zu einem Gericht für Erwachsene zu verlegen.

ivi / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?