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Militär gegen Seeräuber: Mission: Piratenjagd

Mit der Kaperung des Gastankers "Longchamp" ist klar: Die deutschen Fregatten im Golf von Aden können wie die gesamte militärische Flotte, die Handelsschiffe vor Seeräuber-Angriffen schützen soll, nur im Einzelfall helfen. Es hapert an Absprachen zwischen den teilnehmenden Nationen - vor allem aber an einem sichtbaren Gegner.

Von Wolfgang Metzner

"Mayday! Mayday!" Der Notruf kommt über Funkkanal 16 um 9.29 Uhr. "Wir werden von kleinen Booten angegriffen", ruft panisch eine Stimme aus dem Lautsprecher. Ein Ruck geht durch die Wache, hohe Konzentration geht über in Anspannung, mit einem Schlag herrscht auf der Brücke der "Mecklenburg-Vorpommern" höchste Alarmstufe. "Beide Maschinen 29 Knoten", befiehlt der Navigationsoffizier. Im Maschinenraum der Fregatte, 139 Meter lang, 246 Mann Besatzung, werden die beiden Gasturbinen mit zusammen 51.000 PS hochgefahren. Mit über 50 Stundenkilometern pflügt das deutsche Kriegsschiff durch den Golf von Aden, um dem Frachter "Eleni G" zu helfen, der in 83 Kilometern Entfernung von Speedbooten umkreist wird.

Gischt klatscht meterhoch bis gegen die Scheiben der Brücke, während Kommandant Kay-Achim Schönbach mit dem Fernglas über den Bug peilt und "Einsatzmarschstufe 2" anordnet. Das Schiff wird gefechtsklar gemacht. Soldaten mit Stahlhelmen und Splitterwesten munitionieren die 20-Millimeter-Maschinenkanonen und die schweren Maschinengewehre. "Ich eröffne das Feuer, wenn Sie nicht von dem Frachter ablassen!", droht der Kapitän auf Englisch den unbekannten Angreifern über Sprechfunk. Keine Reaktion.

"Wir werden versuchen, die Speedboote abzudrängen", sagt der Kommandant. Aber als die Fregatte nur noch wenige Kilometer entfernt ist und auch noch ein chinesischer Hubschrauber am Horizont auftaucht, sind die Angreifer plötzlich verschwunden. Ganz nah passiert das deutsche Kriegsschiff den maltesischen Stückgutfrachter, und die Besatzung winkt aus den mit Fässern verbarrikadierten Aufbauten herüber. "Thank you", sagt die Stimme über Kanal 16 hörbar erleichtert, "thank you very much for helping us!"

Wilde Schießerei

Die "Eleni G" konnte am 29. Januar gerade noch gerettet werden. Aber am selben Morgen um sieben Uhr früh wurde zum zweiten Mal ein Schiff einer deutschen Reederei von somalischen Piraten gekapert. Der Flüssiggastanker "Longchamp", auf dem Weg von Norwegen nach Vietnam, war rund 100 Kilometer südlich der jemenitischen Hafenstadt al-Mukalla überfallen und nach einer wilden Schießerei von sieben Männern erobert worden - eines von inzwischen weit mehr als hundert Handelsschiffen, die in den vergangenen zwölf Monaten von Piraten angegriffen wurden. Anfang des Jahres hatte trügerische Ruhe geherrscht, weil Regen und hohe Wellen Angriffe verhinderten. Doch mit ruhigerem Wetter ging es in der vergangenen Woche wieder los. Die Piraten kommen jetzt sogar nachts.

Inzwischen ist eine beeindruckende Streitmacht am Horn von Afrika aufgefahren, zwei Dutzend Kriegsschiffe aus zwölf Nationen haben sich versammelt, um die Wasserstraßen zu schützen (siehe Grafik Seite 30). Seit Dezember kreuzen im Rahmen der EU-Anti-Piraten-Operation "Atalanta" vier europäische Fregatten im Krisengebiet, darunter die deutsche "Karlsruhe"; weitere Einheiten, etwa aus Italien und den Niederlanden, sollen folgen. Dazu patrouillieren noch mehrere Kriegsschiffe im Rahmen der US-geführten "Operation Enduring Freedom", unter ihnen die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern". Doch die Kaperung der "Longchamp" zeigt, wie schwierig die Kontrolle des riesigen Seegebiets ist, das vom Roten Meer bis in den Indischen Ozean reicht - also etwa so groß wie Italien ist.

Als die "Longchamp" überfallen wurde, war die "Mecklenburg-Vorpommern" viel zu weit im Westen des Golfs von Aden, um dem Tanker noch beizustehen. Und auch ein Hubschrauber der "Karlsruhe", der von der 200 Kilometer entfernten Fregatte nach dem Notruf gestartet war, musste nach 50 Minuten abdrehen. Die Piraten hatten den Gastanker schon in ihrer Gewalt und drohten, den Kapitän zu erschießen. Am Montag dieser Woche forderten sie 4,7 Millionen Euro Lösegeld, da hatten sie die "Longchamp" schon vor die somalische Küste gelenkt - weit weg von dem Stützpunkt, in dem die meisten internationalen Marineeinheiten stationiert sind.

Dschibuti wirkt wie ein Feldlager

Der kleine Staat Dschibuti, kaum größer als Hessen, ist zu einer Art Feldlager geworden. In den beiden Luxushotels der gleichnamigen Hauptstadt drängen sich Soldaten in Tarnfleckuniformen. Auf dem Flughafen landen riesige Antonow-Transporter, beladen mit Helikoptern. Im Hafen liegen grau gestrichene Stahlkolosse, um Gerät zu laden und Frischwasser zu bunkern. Nebenan auf dem Kai warten Tausende Dromedare in der Mittagshitze auf ihre letzte Fahrt, die sie zum Schlachter nach Saudi-Arabien führen wird.

27 deutsche Soldaten, die eine ganze Etage im Sheraton-Hotel belegen, haben ihren logistischen Vorposten in der französischen "Base Navale" am Hafen: neun Stahlcontainer auf schwarzem Schotter unter Tarnnetz und Bundesflagge, samt Feldjägern und BND-Agentin. An Pier 10 liegen an einem Donnerstag Ende Januar die "Mecklenburg-Vorpommern" und die "Karlsruhe" nebeneinander, als hoher Besuch an Bord kommt: ein englischer Admiral, ein US-Commander, ein französischer General und ein EU-Diplomat. Trillerpfeife, Strammstehen und Salutieren auf dem Hauptdeck, Portwein und Small Talk auf der Brücke. Dann bittet der deutsche Admiral Rainer Brinkmann in die Offiziersmesse an den weiß gedeckten Tisch.

"Wir versuchen hier, ein Netzwerk aus den internationalen Playern aufzubauen", sagt der Flottillenadmiral, der derzeit auf der "Mecklenburg-Vorpommern" eingeschifft ist und sich im marinefarbenem Tuch als "Botschafter in Blau" versteht. Sein Bemühen für die Völkerverständigung scheint dringend nötig: Mit diplomatischer Untertreibung gibt Brinkmann später zu, dass der internationale Einsatz am Horn von Afrika ein "kompliziertes Konstrukt" ist.

Großes Durcheinander

"Der Ami", wie er gern sagt, führt vom Hauptquartier in Bahrain unter höchster Geheimhaltung die "Operation Enduring Freedom", die gegen den Terrorismus, aber auch gegen Drogenschmuggel gerichtet ist. Die Europäer befehligen ihre Operation "Atalanta" vom Hauptquartier im britischen Northwood aus. Die USA haben zudem eine eigene Taskforce gegen Seeräuber gebildet, zu der auch britische Einheiten gehören. Und dann schippern da neben Griechen und Dänen noch Chinesen, Inder, Malaysier, Japaner und Russen gegen die Piraten. Wozu dieses Durcheinander führen kann, erlebt die "Karlsruhe", als sie am 24. Januar aus Dschibuti ausläuft.

Es beginnt am Samstagabend unter funkelndem Sternenhimmel: Östlich vom "Bab al-Mandab", dem "Tor der Tränen" zum Roten Meer, versammelt die "Karlsruhe" Handelsschiffe um sich. Zwei Tage lang soll sie die Frachter und Tanker mit zwölf Knoten durch einen geschützten Korridor eskortieren, der 488 Seemeilen lang ist, 900 Kilometer, und südlich der jemenitischen Küste verläuft. Doch statt elf wie beim letzten Mal kommen diesmal nur drei Handelsschiffe zum Startpunkt "Alpha". Noch merkwürdiger: Auf der abgedunkelten Brücke zeigen Radar und Automatisches Identifizierungssystem "AIS" an, dass ein viertes ganz in der Nähe durch die Nacht gleitet. Aber gegen alle Regeln meldet es sich nicht.

"Motor Vessel 'Siziman', this is European Warship 'Foxtrott 212'", funkt der Navigationsoffizier den Tanker an, aber über Kanal 16 kommt keine Antwort. Die "Siziman" meldet sich nicht - nicht auf den Ruf mit ihrem Namen, nicht auf ihr Kennungszeichen und nicht auf die Positionsmeldung mit der dringenden Bitte zu reagieren. "Verdächtig" findet das der Offizier auf der Brücke und befiehlt die "Karlsruhe" auf Abfangkurs. Ist der unbeleuchtete Tanker vielleicht gekapert worden?

Erst als die "Karlsruhe" das russische Schiff mit ihrem starken Scheinwerfer anstrahlt, verrät dessen Besatzung über Funk, dass russische Schutzsoldaten an Bord sind und der russische Zerstörer "Admiral Vinogradov" ohne "AIS" im Seegebiet kreuzt: Die Russen fahren ihren eigenen Konvoi. Dabei wäre eine multinationale Absprache bitter nötig. Denn der Kampf gegen die Piraten ist kein klassischer Konflikt mit zwei Fronten, sondern das, was Militärs heute am meisten fürchten: ein "asymmetrischer", ein ungleicher Krieg. Hightech-Goliath gegen einen zerlumpten David, der mal Fischer war, sein AK-47-Gewehr von einem Warlord bekommen hat und Qat-Blätter kaut, um sich aufzuputschen. Elektronische Operationszentralen mit Bildschirmen voller Signale gegen einen Gegner, den man nicht orten kann.

Denn die niedrigen Boote der Piraten, nur drei oder vier Meter lang, aus Kunststoff und mit Außenborder, bieten kaum Rückstrahlflächen für den Radar. Höchstens an Enterhaken oder Leitern sind sie zu erkennen, aber die können genauso leicht wie die Panzerfäuste unter Planen verborgen werden. Auch die sogenannten Mutterschiffe sehen aus wie ganz normale Daus, wie sie zu Hunderten vor den Küsten dümpeln. Und alle verlieren sich in einer Armada von Fischerbooten, die auch mal mit Höchstgeschwindigkeit den Thunfischschwärmen hinterherjagen. "Eine Piratenflagge", sagt Hans Kuhfahl, "hat noch keiner von denen gehisst." Kuhfahl, 47, ist der Kapitän der "Karlsruhe" und hat früher schon mal eine Korvette in der DDRMarine kommandiert. "Atalanta" ist für ihn eine besondere Herausforderung. "Ich muss einen der komplexesten Aufträge ausführen, den die Deutsche Marine seit ihrer Wiedergründung vergeben hat."

"Out of danger"

Wie schwierig es ist, die Guten von den Bösen zu unterscheiden, muss er fast täglich erleben - genau wie die Besatzung der "Mecklenburg-Vorpommern", die während einer Übungsjagd auf ein französisches U-Boot wieder einen Hilferuf erhält. Es ist 19.17 Uhr, als der norwegische Tanker "Sigloo Moss" verdächtige Boote meldet. Sofort wird auf der deutschen Fregatte "Action Lynx" ausgelöst: Der Helikopter wird auf dem Hinterdeck bereit gemacht, 25 Minuten später ist er in der Luft, unterwegs zu dem 136 Meter langen Norweger. Der meldet kurz darauf, er sei "out of danger", außer Gefahr, aber zur Sicherheit bekommt das Boarding-Team der "Mecklenburg-Vorpommern" den Befehl, eine nahe Dau zu überprüfen.

Bei schwerem Wellengang werden sieben waffenstarrende Soldaten in einem kleinen Schnellboot von der Fregatte ausgesetzt. Als sie sich der Dau im Lichtkegel der Scheinwerfer nähern, heben zwei Dutzend dunkle Gestalten ängstlich die Hände: jemenitische Fischer auf dem Rückweg nach Aden, wie der Arabisch sprechende Übersetzer herausfragt. Den weinenden Kindern werfen die Soldaten Schokolade zu, um die Tränen zu stillen.

"Dieser Einsatz hat zwei Gesichter", sagt Kapitän Kuhfahl, der auch schon Süßigkeiten und Nahrung an verängstigte Bootsinsassen verteilen ließ - unter anderem an ausgemergelte Flüchtlinge aus Somalia, darunter 14 Kinder, die mit einem defekten Kompass auf dem Ozean herumirrten und sich um die Wasserflaschen von der "Karlsruhe" fast prügelten. "Wir werden die Probleme hier nicht allein mit Waffengewalt lösen." Aber niemand sollte seine Entschlossenheit unterschätzen: "Das hier ist ein Kampfeinsatz, ganz klar!"

Fast den eigenen Tod gefilmt

Wie brutal die Auseinandersetzung mit den Piraten sein kann, hat Kuhfahls Erster Offizier am ersten Weihnachtstag auf dem ägyptischen Frachter "Wadi al-Arab" erlebt. Fregattenkapitän Ralf Kuchler hat noch heute die Schreie der Besatzung im Ohr. Auf dem Computer in seiner Kammer hat er Szenen gespeichert, die zeigen, was damals geschah: das Video des ägyptischen Schiffsingenieurs, der mit seinem Handy fast den eigenen Tod filmte. Per Bluetooth haben es die Männer später überspielt.

Verkippte Bilder, auf denen der Horizont schwankt. Ein weißes Motorboot, das in Richtung Bug rast und immer näher kommt. Fünf Männer richten eine Leiter auf, während die Ägypter sie vergebens mit Feuerlöschkanonen beschießen. Dann ratternde Schüsse, panische Schreie, noch eine Salve, bevor das Bild dunkel wird. "Unser Helikopter hat die Piraten gestoppt und uns später auf dem Deck abgesetzt. Dort lag der Mann mit einem Beindurchschuss", sagt Kuchler, und man merkt ihm an, wie nah ihm die Erinnerung geht. "Überall war Blut, zwei Liter hatte er verloren. Wir haben ihn durch eine Notoperation auf der ‚Karlsruhe‘ gerettet und später in den Oman ausgeflogen. Aber auf Weisung von oben ließen wir die Verbrecher ziehen."

Das ist die dritte Seite der Operation "Atalanta", von der die einfachen Soldaten auf den deutschen Fregatten noch frustrierter berichten als ihre Offiziere. Das "robuste Mandat", mit dem sich die Politiker in Berlin brüsten, ist vor Ort oft nur Theorie: Aktenordner, gefüllt mit den "Rules of Engagement", den Einsatzregeln, samt nationaler Auslegung - so viel Papier, dass erstmals in der Geschichte der Marine ein "Rechtsberater" der Bundeswehr im Flecktarn auf der Brücke der "Karlsruhe" mitführt.

Die Piraten durften davonfahren

Aber auch der verstand nicht, warum die brutalen Angreifer der "Wadi al-Arab" davonfahren durften, nachdem sie ihre Panzerfäuste über Bord geworfen hatten: Das Einsatzführungskommando im fernen Potsdam hatte nach längerer Bedenkzeit so entschieden. Dabei wäre es einfach gewesen, die Piraten festzusetzen. Denn die deutschen Hubschrauber hielten die Piraten noch mit Warnschüssen aus ihrer Bordkanone in Schach.

"Wir haben gelernt. Heute lasse ich keine Verbrecher mehr entkommen. Punkt." Kommandant Kuhfahl hat inzwischen mehr Entscheidungsfreiheit, und er ist entschlossen, das "Atalanta"-Mandat bis zur "deadly force", dem tödlichen Waffeneinsatz, auszuschöpfen, wenn es nötig ist.

Allerdings ist bis heute nicht geklärt, was er machen soll, wenn er Piraten erst mal an Bord hat. Wo soll er sie unterbringen? Gibt es überhaupt ein deutsches Strafverfolgungsinteresse? Können die Festgenommenen nach Somalia ausgeliefert werden, obwohl ihnen dort die Hinrichtung droht? Die dänische Fregatte "Absalon" ist seit Wochen mit Somaliern an Bord unterwegs, weil man auch dort keine Antworten auf solche Fragen hat.

Nur Gedankenspiele

Und von Kuhfahls Vollmachten kann Kommandant Schönbach auf der "Mecklenburg-Vorpommern" nur träumen. Weil seine Fregatte für "Enduring Freedom" fährt, darf er nur "Nothilfe" leisten, solange ein Angriff auf ein Handelsschiff läuft, muss dann aber abdrehen. Mit Genehmigung des Einsatzführungskommandos in Potsdam dürfte er kurzzeitig auch unter das "Atalanta"-Mandat wechseln - aber das sind bisher nur Gedankenspiele.

Umso größer war der Stolz auf der "Mecklenburg-Vorpommern", als sie im November dem bedrängten deutschen Kreuzfahrtschiff "Astor" zu Hilfe eilte und dort die ersten scharfen Schüsse der Marine in einem Auslandseinsatz abgab: Warnschüsse aus einem Maschinengewehr vor den Bug eines Motorboots, das erst auf die "Astor" zugelaufen und dann direkt auf die Fregatte zugerast war - bevor es abdrehte. In der Messe gab es hinterher fast euphorischen Beifall. Aber jetzt fragen vor allem die einfachen Soldaten immer wieder: Will die Politik überhaupt einen aktiven Kampf gegen die Seeräuber? Ist das trotz aller Beteuerungen aus Berlin nicht ein halb garer Einsatz, den wir hier fahren?

"Ohne Mampf keinen Kampf " - so viel ist wenigstens sicher, als die Kombüse der "Mecklenburg-Vorpommern" zum Abendbrot wieder mal "Steuerbord-Backbord-Gemüse" anbietet, Erbsen und Möhren. Danach gibt es Open-Air-Kino unter warmem Nachthimmel auf dem Heli-Deck, "Dark Knight". Vom großen Beamer projiziert, fliegt Batman über das Tor des Hangars. Nur zu gern würden die meisten hier genauso gegen die Bösen loslegen und auch mal ein Schiff stürmen. Bloß wie?

Bisher machen die Deutschen am Horn von Afrika etwas, was sich "friendly boarding" nennt: Sie durchsuchen ein Schiff erst, wenn der Kapitän sie an Bord lässt. Gibt es diese Erlaubnis nicht - wenn etwa Geiseln auf einem gekaperten Frachter zu befreien wären -, müssten die Kampfschwimmer ran. Sie können ein Schiff unbemerkt antauchen und entern. Noch sind sie nicht in Dschibuti stationiert, aber vor Kurzem war ein Marine-Experte da, um in aller Stille die Einsatzmöglichkeiten solcher Spezialkräfte zu sondieren. Wenn sie an Bord gingen, würden sie keine Schokolade verteilen.

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VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?