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Milliarden-Dollar-Fund: Fahnder entdecken gewaltige Marihuana-Felder

Schwerer Schlag gegen den Marihuana-Handel in Kalifornien: Drogenfahnder haben in abgelegenen Waldgebieten Marihuana-Pflanzen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar entdeckt. 83 Verdächtige wurden festgenommen. Sie sollen Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen haben.

Drogenfahnder haben in der Sierra Nevada in Kalifornien Marihuana-Pflanzen im Wert von über einer Milliarde Dollar (rund 700 Millionen Euro) beschlagnahmt. Wie der US-Sender CNN berichtete, gingen den Beamten 83 Verdächtige ins Netz, viele davon mit Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen.

In teilweise abgelegenen Waldgebieten Mittelkaliforniens stießen die Ermittler auf mehr als 330.000 Pflanzen an mehreren Dutzend Stellen. "Die Menge an Drogen hier draußen ist beängstigend", sagte der Beamte Bill Ruzzamenti der Zeitung "Fresno Bee". Dem Blatt zufolge stellten die Beamten auch 41.000 Dollar Bargeld, 25 Waffen und zwei Fahrzeuge sicher.

Die Großaktion von Bundesbehörden und staatlichen Fahndern mit dem Namen "Save Our Sierra" hatte vor zehn Tagen begonnen. Mehr als 300 Beamte sind daran beteiligt. Die Suche nach weiteren versteckten Anbaufeldern soll bis in den Herbst fortgesetzt werden.

Trotz der großen Menge der in der Sierra Nevada entdeckten Pflanzen machen sie nur einen kleinen Teil des jährlich in Kalifornien beschlagnahmten Marihuanas aus. So wurden 2008 der "Fresno Bee" zufolge von den Drogenfahndern insgesamt mehr als fünf Millionen Pflanzen zerstört.

mad/DPA / DPA