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Minderjähriger Auftragsmörder: "Killer-Junge" darf in die USA ausreisen

Mit elf wurde Édgar Jiménez Lugo von einem Drogenkartell als Auftragskiller angeheuert. Er ermordete vier Menschen, sein Leben in Mexiko ist seither in Gefahr. Jetzt darf er in die USA ausreisen.

Ein in Mexiko als "Killer-Junge" bekannt gewordener Jugendlicher ist nach knapp drei Jahren aus der Haft entlassen und in die USA geschickt worden. In Mexiko sei das Leben von Édgar Jiménez Lugo alias "El Ponchis" wegen möglicher Racheakte in Gefahr, teilten die Behörden am Dienstagabend (Ortszeit) im Bundesstaat Morelos mit, wo er in einer Jugendhaftanstalt einsaß.

Der heute 17-Jährige besitzt die US-Staatsbürgerschaft, seine Mutter lebt in den USA. Nach seiner Festnahme 2010 hatte er zugegeben, schon mit elf Jahren von einem Drogenkartell als Auftragsmörder angeheuert worden zu sein. Er hatte gestanden, vier Männer ermordet zu haben, deren Leichen dann an einer Autobahnbrücke aufgehängt worden waren.

"Er weiß, dass er in Mexiko kaum überleben würde", sagte der Gouverneur von Morelos, Graco Ramírez, mit Blick auf die Verbrechen des Jungen. Außerdem wisse er zu viel und könne somit seinen früheren Bossen des Kartells "Pacífico Sur" gefährlich werden. Im Nachbarland soll Jiménez weiter bei der Wiedereingliederung geholfen werden. Eskortiert von fünf Streifenwagen wurde der 17-Jährige nach Mexiko-Stadt gebracht, um von dort in die USA zu fliegen.

amt/DPA / DPA
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