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Missbrauch in Schleswig-Holstein Vater soll sich mit Söhnen an seinen Töchtern vergangen haben

Zusammen mit seinen Söhnen soll der Vater einer Großfamilie in Dithmarschen seine eigenen Töchter vergewaltigt haben: Die mutmaßlichen Täter sitzen in Haft - jetzt kommen immer mehr Details ans Licht.

Missbrauch im Kreis einer Großfamilie: Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen einen 48-Jährigen aus Weddingstedt im schleswig-holsteinischen Dithmarschen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs seiner Töchter. Gemeinsam mit seinen 16 und 18 Jahre alten Söhnen soll sich der Mann an den eigenen Töchtern vergangen haben. Seine Söhne sollen sich bei den Taten an ihren jüngeren Schwestern vergriffen haben. Die drei Beschuldigten wurden bereits letzte Woche Donnerstag festgenommen, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Zepter jetzt mitteilte.

Den mutmaßlichen Tätern wird mehrfacher sexueller Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren vorgeworfen. Ein Ermittlungsrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen das Trio. Weitere Angaben zu den Männern und den Taten machte der Oberstaatsanwalt wegen der laufenden Ermittlungen und aus Gründen des Opferschutzes nicht. Es ist damit auch nicht bekannt, wie alt die mutmaßlichen Opfer genau waren und über welchen Zeitraum sich die Übergriffe hingezogen haben sollen.

Familie war dem Jugendamt bekannt

Nach Informationen des NDR soll die Familie insgesamt zehn Kinder im Alter zwischen fünf und 20 Jahren haben. Die jüngeren Kinder seien mittlerweile in der Obhut des Jugendamtes: "Nach Einschaltung des Jugendamtes hat der Kreis Dithmarschen alle notwendigen Maßnahmen nach dem SGB VIII ergriffen", sagte Kreissprecher Bernhard von Oberg. Das Sozialgesetzbuch SGB regelt Maßnahmen zur Jugendhilfe und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Die Familie sei bereits seit längerem vom Jugendamt betreut worden, einige der Kinder seien auch durch Diebstähle auffällig geworden, berichtete der Sender. Nach anderen Informationen sollen die Eltern im Internet unter vollem Namen und mit Bild nach Partnern für Gruppensex gesucht haben.

rbr/DPA DPA

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