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Das Grauen in der Gartenlaube Missbrauchskomplex Münster: Hauptangeklagter zu langer Haftstrafe verurteilt

Sehen Sie im Video: Missbrauchskomplex Münster – Hauptangeklagter zu langer Haftstrafe verurteilt.




Der Hauptangeklagte im Missbrauchskomplex Münster ist wegen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Für die Zeit danach ordnete das Landgericht Münster Sicherungsverwahrung wegen Wiederholungsgefahr an. Der 28-jährige Hauptbeschuldigte aus Münster hatte sich laut Anklage gemeinsam mit weiteren Tätern teilweise über Tage hinweg in einer Gartenlaube an den Opfern vergangen und Aufnahmen davon im Darknet verbreitet. Die Männer sollen ihre Opfer bei den Taten mit K.o.-Tropfen gefügig gemacht haben. Der 28-Jährige gilt als Schlüsselfigur in dem nun beendeten Prozess mit vier weiteren Angeklagten. Auch diese erhielten mehrjährige Haftstrafen, zudem ordnete das Gericht auch für sie Sicherheitsverwahrung an. Damit folgte es weitestgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Wegen Beihilfe soll zudem die 46-jährige Mutter des Hauptangeklagten für fünf Jahre ins Gefängnis. Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Daraufhin hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben. Durch die Auswertung des beschlagnahmten Materials geraten immer wieder neue Verdächtige aus ganz Deutschland ins Visier der Ermittler.
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Im Hauptprozess um die Missbrauchsfälle von Münster sind vier Angeklagte zu Haftstrafen zwischen zehn und 14 Jahren verurteilt worden. Zudem ordnete das Gericht für alle Täter Sicherheitsverwahrung an.

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