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Prozess in Frankreich: "Abwarten, dass es passiert" – erstes Opfer schildert Missbrauch durch Ex-Priester

Hunderte, wenn nicht sogar tausende Kinder müssen dem pädophilen Ex-Priester Bernard Preynat zum Opfer gefallen sein. Im Prozess kämpft Preynat mit Erinnerungslücken.

Ex-Priester Bernard Preynat begegnet im Missbrauchsprozess zehn von wohl hunderten seiner Opfer wieder

Ex-Priester Bernard Preynat begegnet im Missbrauchsprozess zehn von wohl hunderten seiner Opfer wieder

AFP

Die Zahl seiner Taten schockiert Frankreich. Der ehemalige Priester Bernard Preynat hat zum Prozessauftakt am Dienstag gestanden, über einen Zeitraum von 20 Jahren Kinder missbraucht zu haben – teilweise vier bis fünf Kinder pro Woche. Seine Neigung verspürt der heute 74-Jährige laut der französischen Tageszeitung "Le Figaro" seit er 16 war. Die Zeitung attestiert ihm auch eine "einzigartig perverse Persönlichkeit".

Erst 2015 hat die Anzeige eines seiner mutmaßlichen Opfer Ermittlungen ins Rollen gebracht. Am Dienstag hat der Prozess gegen Preynat begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als Leiter von Pfadfinder-Gruppen zwischen 1971 und 1991 dutzende Jungen missbraucht zu haben. Tatsächlich zeigt sein Geständnis zum Prozessauftakt, dass die Zahl seiner Opfer eher bei Hunderten, wenn nicht sogar Tausenden Jungen liegen dürfte.

"Für mich war es Zärtlichkeit und Liebkosung"

"Sie werden nie seinen dicken Bauch vergessen oder seinen speziellen Geruch mit einem Hauch von kaltem Tabak, die Streicheleinheiten und Küsse, denen sie sich nicht entziehen konnten", berichtet "Le Figaro". Danach habe Preynat sein Priestergewand über die Pfadfinder-Uniform gezogen und Gottesdienst gefeiert, als sei nichts gewesen. "Für mich stellte es sich damals nicht als sexuelle Gewalt dar, sondern als Zärtlichkeit und Liebkosung", sagte Preynat zum Prozessauftakt. "Ich habe mich getäuscht. Erst durch die Anklagen der Opfer habe ich verstanden", sagte er über die Jungen im Alter von damals sieben bis 15 Jahren.

Zehn seiner Opfer begegnet Preynat nun im Justizpalast von Lyon wieder. Am Mittwoch dreht sich der Prozess um den Fall von Stéphane Sylvestre, der genau an seinem 40. Geburtstag gegen den Mann aussagt, der ihn im Alter von acht bis zehn Jahren missbraucht haben soll. Preynat kann sich laut "La Croix" nicht daran erinnern, dass er Sylvestre im Intimbereich angefasst hat. Die vorsitzende Richterin, Anne-Sophie Martinet, ermahnt ihn laut der Zeitung: "Vor dem Untersuchungsrichter waren Sie viel präziser." Preynat erwidert, sie müsse auch verstehen, dass sein Gedächtnis nicht gut sei. Auch an den Briefwechsel mit den Eltern von Sylvestre könne er sich nicht erinnern.

Sylvestre sagt laut "La Croix" aus, er habe mit zehn Jahren seine Eltern gebeten, bei den Pfadfindern aufhören zu dürfen. Erst danach habe er ihnen "in den Worten eines Zehnjährigen" vom Missbrauch erzählen können. Daraufhin hätten sie Preynat geschrieben und für ihn selbst sei der Fall damit abgeschlossen gewesen. Bis 2015 habe er nicht versucht, Preynat ausfindig zu machen und sei davon ausgegangen, sein einziges Opfer gewesen zu sein. Er erinnere sich aber an das Gefühl, "eine Marionette zu sein: zuhören und abwarten, dass es passiert".

Zehn Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs?

Es könnte noch eine zäher und schmerzhafter Prozess werden. Ein Teil der Taten Preynats ist bereits verjährt. Trotzdem drohen dem ehemaligen Geistlichen zehn Jahre Haft. 

Der Fall ist zu einer Art Sinnbild des sexuellen Missbrauchs in der französischen Kirche geworden. Obwohl viele in der Kirche von den Vorwürfen gewusst haben sollen, war Preynat einfach immer wieder nur versetzt worden. Der Fall hatte auch zum Sturz des obersten katholischen Würdenträgers in Frankreich geführt. Kardinal Philippe Barbarin war im März wegen Vertuschung der Missbrauchsvorwürfe verurteilt worden und ließ sein Amt ruhen. Er hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt - das Verfahren soll Ende Januar beginnen.

Quellen: DPA, AFP, "La Croix", "Le Monde", "Le Figaro", "France Info", "Le Point".

tkr
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus