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Missbrauchsprozess von Fluterschen: Familie war im Visier des Jugendamtes

Wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter und seiner Stiefkinder in 350 Fällen muss sich ein Mann aus Fluterschen verantworten. Das Jugendamt hatte die Familie schon seit mehreren Jahren im Visier, hatte bisher aber keinen Beweise.

Schläge, Züchtigungen, möglicher Kindesmissbrauch: Über Jahre taucht die Familie des 48-jährigen Detlef S. aus Fluterschen im Westerwald immer wieder in den Akten des Jugendamtes Altenkirchen auf. Im Missbrauchsprozess gegen den Familienvater berichten am Mittwoch vor dem Koblenzer Landgericht vier Mitarbeiter des Jugendamtes von Gesprächen, Hausbesuchen und eingestellten Strafverfahren. Der erste Akteneintrag stammt von 1998 - dennoch kommt der Fall erst im Sommer 2010 ans Licht. Am Mittwoch berichtete außerdem der Anwalt des Mannes im Rundfunk, sein Mandant habe in einem Gutachten das Teilgeständnis zurückgezogen, er habe seine leibliche Tochter missbraucht.

Seit Mitte Februar muss sich der Mann wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter sowie zweier Stiefkinder in 350 Fällen verantworten. Die Vaterschaft für sieben Kinder seiner Stieftochter hat er zugegeben, vergangene Woche hatte er außerdem gestanden, dass er sich an seiner Tochter vergangen hat. Der Ludwigshafener Radiosender RPR1. und der Südwestrundfunk (SWR) berichteten am Mittwoch allerdings mit Bezug auf den Anwalt des Mannes, dass dieser in einem Gutachten das Geständnis aus der vergangenen Woche widerrufen habe. Zwei Anwälte der Nebenkläger erklärten, sie hätten das Gutachten, das erst am Freitag im Prozess vorgestellt werden soll, noch nicht gelesen.

Erst am Donnerstag vergangener Woche und damit einen Tag nach dem Teilgeständnis hatte sich der Angeklagte bereiterklärt, sich von einem Fachmann begutachten zu lassen. Der Sachverständige hatte dies noch am selben Tag tun wollen.

Laut Anklage soll der Mann die beiden Mädchen auch für Sex an fremde Männer verkauft haben - hier komme der Straftatbestand "Beihilfe zur sexuellen Nötigung" in Betracht, sagt der Staatsanwalt.

Nach mehreren Anzeigen ermittelt die Anklagebehörde nun auch formal gegen Mitarbeiter des Jugendamtes. Geprüft wird, ob in dem Amt Fehler gemacht wurden. "Es handelt sich um ein förmliches Verfahren", betonte der Staatsanwalt. Es ändere nichts am Ergebnis einer ersten Untersuchung. Diese hatte ergeben, dass weder der Mutter der Opfer noch dem Jugendamt strafrechtlich relevante Vorwürfe gemacht werden könnten.

Aus den Jugendamtsakten geht unter anderem hervor, dass die Stiefkinder 1998 der Polizei gesagt hatten, sie wollten weg von den Eltern. Als Sozialarbeiter die beiden daraufhin in Obhut nehmen wollten, weigerten sie sich jedoch. "Wir standen ratlos da. Plötzlich war alles anders", sagt der Jugendamtsleiter. Gegen ihren Willen habe er die Jugendlichen nicht mitnehmen können, sie seien vor seinen Augen den Eltern um den Hals gefallen.

2002 bekam das Jugendamt erneut Hinweise auf Gewalt und auch auf sexuellen Missbrauch in der Familie. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dazu wurden eingestellt, unter anderem hatte ein Arzt die Kinder untersucht und keine Anzeichen auf Missbrauch entdeckt. 2008 habe die Stieftochter von sich aus Hilfe beim Jugendamt beantragt, berichtet eine andere Behördenmitarbeiterin. Detlef S. war nach ihrer Einschätzung eher dagegen. "Er wollte keine fremden Leute im Haus haben."

Andrea Löbbecke, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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