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Mit Schülerin durchgebrannt: EU-weiter Haftbefehl gegen flüchtigen Mathelehrer

Nach einem 30-jährigen britischen Mathelehrer wird mit einem EU-weiten Haftbefehl gesucht. Der Mann ist mit einer 15-jährigen Schülerin durchgebrannt. Momentan sollen sie sich in Frankreich befinden.

Gegen einen Mathematik-Lehrer aus dem englischen Eastbourne, der mit einer 15 Jahre alten Schülerin von Großbritannien nach Frankreich durchgebrannt ist, ist ein EU-weiter Haftbefehl erwirkt worden. Das gab die Polizei im britischen Sussex am Donnerstag bekannt. Chief Inspector Jason Tingley sagte, es handele sich um einen Fall von Kindesentführung. Freunde und Bekannte haben unterdessen über verschiedene Internetdienste eine eigene "Fahndung" nach dem Paar eröffnet.

Das ungleiche Paar war am vergangenen Donnerstag zuletzt gesehen worden, als es auf einer Kanalfähre vom englischen Dover nach Calais von einer Überwachungskamera gefilmt worden war. Kurz zuvor hatte sich die 15-Jährige mit einer Ausrede von ihren Eltern verabschiedet. An eine Schulfreundin schickte sie eine SMS-Nachricht, in der es heißt, sie sei in Frankreich.

Nachdem sich bereits die Eltern der Schülerin in einem emotionalen Appell im Fernsehen an den 30 Jahre alten Lehrer gerichtet hatten, riefen ihn am Donnerstag seine eigenen Eltern dazu auf, zurückzukehren. "Bitte, bitte, nimm Kontakt zu uns auf", sagte der Vater des Lehrers bei einer Pressekonferenz.

Britischen Presseberichten zufolge war die Schülerin-Lehrer-Beziehung in der Schule in der Grafschaft Sussex bereits seit längerem bekannt. Bei einer Klassenfahrt nach Los Angeles im Februar sollen beide händchenhaltend gesehen worden sein. Den Berichten zufolge stand der Rauswurf des Lehrers unmittelbar bevor.

ono/DPA / DPA