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Motiv für Mord an Bruder in Florida: Mädchen wochenlang im Zimmer eingesperrt

Zwei Mädchen töten ihren Bruder. Wie konnte es dazu kommen? Die Polizei kennt die Familie aus White Springs seit Langem. Hinter den Kulissen des Zuhauses der jungen Täterinnen tun sich Abgründe auf.

Ariel wurde manchmal mehrere Wochen von ihren Eltern in ihrem Zimmer eingesperrt (Symbolbild)

Ariel wurde manchmal mehrere Wochen von ihren Eltern in ihrem Zimmer eingesperrt (Symbolbild)

Die 15-jährige Ariel K. soll zusammen mit ihrer kleinen Schwester, 11, den gemeinsamen Bruder Damien K. erschossen haben. Jetzt gibt es erste Hinweise auf das Motiv. Wie die Polizei mitteilte, lebte das Mädchen unter "unmenschlichen Bedingungen". Die Eltern hätten ihre Tochter wegen Verhaltensproblemen manchmal über mehrere Wochen hinweg in ihrem Zimmer eingesperrt, mit nur einer Decke und einem Eimer als Toilette, berichtete die Zeitung "The Gainesville Sun" unter Berufung auf Polizeiberichte.

Der Bruder, so heißt es, musste im Auftrag von Mutter und Vater darauf aufpassen, dass seine Schwester eingeschlossen blieb. Insgesamt habe es in der Familie in White Springs im Norden des Bundesstaates Florida über Jahre hinweg schwere Probleme gegeben. Der zuständige Sheriff von Columbia County, Mark Hunter, sprach am auf einer Pressekonferenz von einem "Albtraum".

Todesstrafe für Minderjährige nicht zulässig

Die beiden Schwestern waren nach der Tat festgenommen worden und befinden sich in einem Jugendgefängnis. Beiden wird vorsätzlicher Mord angelastet. Zwar schoss laut Polizeiangaben die Ältere, aber die Jüngere habe ihr beim Mord geholfen. Beiden könnte der Prozess nach dem Erwachsenrecht gemacht werden. Allerdings würde ihnen nicht die - in Florida zulässige - Todesstrafe drohen: Sie ist in den USA generell verboten, wenn die Beschuldigten zur Tatzeit minderjährig waren.

Der Zeitung zufolge geht aus Polizeiberichten hervor, dass die Eltern der Kinder viel unterwegs waren. Der 16-jährige Damien musste dann seine Geschwister hüten und auch darauf achten, dass Ariel eingesperrt blieb. Am Tatabend habe ihn das Mädchen mehrfach vergeblich gebeten, aus dem Zimmer gelassen zu werden, um duschen zu können. Erst nach Rücksprache mit den Eltern habe er ihr das schließlich erlaubt und sie danach wieder eingeschlossen.

Selbstmordversuche, Vergewaltigung, Vernachlässigung

Wie es weiter hieß, rief Ariel ihre elfjährige Schwester herbei, um die Tür zu öffnen. Mit Hilfe der Kleinen sei sie durch ein Fenster in das verschlossene Schlafzimmer der Eltern eingedrungen und habe sich dort aus einer Tasche eine Waffe geholt. Damit habe sie dann auf ihren Bruder geschossen. Der Junge wurde von der Polizei tot im Wohnzimmer gefunden. Dem Lokalsender WJXT zufolge fielen die Schüsse, während er dort auf einem Sofa schlief.

Sheriff Hunter zufolge hatten die Eltern die 15-Jährige aus der Schule genommen, weil sie undiszipliniert gewesen sein soll. Außerdem soll sie wiederholt versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Nach Berichten der "Gainesville Sun" hatte sich die Polizei schon 2010 einschalten müssen, nachdem eine Nachbarin berichtet hatte, dass eines der Mädchen von ihrem Onkel sexuell missbraucht worden sei. Der Mann war deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Später wurde die Polizei erneut ins Haus gerufen, diesmal, weil die Mutter eine ihrer - vom Onkel belästigten - Töchter bei sexuellem Kontakt mit einem anderen Kind ertappt hatte.

Die Eltern Keith und Misty K. selbst sitzen jetzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Sie sollen sich wegen folgenschwerer Kindervernachlässigung verantworten.

jek/DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(