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Mord an Gülsüm S.: Lange Haftstrafen für die "Familienehre"

Weil sie ihre Jungfräulichkeit verloren hatte, ließ sie der Vater brutal hinrichten: Die 20-jährige Kurdin Gülsüm S. war vom eigenen Bruder und einem Bekannten zu Tode geprügelt worden. Das Gericht schickt die Täter und den Drahtzieher lange hinter Gitter.

Urteile im Prozess um den sogenannten Ehrenmord an der 20-jährigen Kurdin Gülsüm S.: Das Landgericht Kleve hat den Vater des Opfers am Dienstag lebenslang hinter Gitter geschickt. Einen Drillingsbruder der jungen Frau verurteilte der Richter zu einer Jugendhaftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Ein 37-jähriger Helfer muss für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.

Motiv für die grausame Tat war nach Ansicht des Gerichts, dass Gülsüm keine Jungfrau mehr war und heimlich eine Abtreibung hatte vornehmen lassen. Der Bruder des Opfers hatte die Tat nach seiner Festnahme in einer Polizeivernehmung gestanden. Mit den Urteilen folgte der Richter weitgehend der Forderung der Anklage. Der Staatsanwalt hatte lebenslänglich für den Vater beantragt und eine Jugendhöchststrafe von zehn Jahren Gefängnis für den Bruder. "Gülsüm ist einem furchtbaren Verbrechen zum Opfer gefallen", sagte der Vorsitzende Richter. "Es ist die Tat von Vater und Sohn, sie beide haben die Tat gewollt und geplant."

Das Gesicht der Schwester zertrümmert

Die Brutalität des Mords hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Unter dem Vorwand, ihr Fahrrad gefunden zu haben, hatte der Bruder die 20-Jährige Anfang März im niederrheinischen Rees zu einem einsamen Feldweg gelockt. Während die junge Frau mit der Taschenlampe nach ihrem Rad suchte, legte der Bruder ihr von hinten eine Wäscheleine um den Hals und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Dann zertrümmerten er und der 37-jährige Bekannte das Gesicht der 20-Jährigen mit Ästen bis zur Unkenntlichkeit. Damit sollte die "Familienehre" wieder hergestellt werden. In dem 50-jährigen Vater sah das Gericht den Drahtzieher des Mordkomplotts. "Das ist eine grauenhafte Tat mit einem grauenhaften Ergebnis", sagte der Vorsitzende Richter.

Die Verteidigung des Vaters kündigte Revision an. Der Anwalt des angeklagten Sohnes sprach dagegen von einem wegweisenden Urteil. Denn in dem Prozess sei erstmals auch das Familienoberhaupt als "geistiger Urheber" der Tat zur vollen Verantwortung gezogen worden.

Ein Spaziergänger hatte die grausam zugerichtete Leiche der jungen Frau an dem Feldweg entdeckt. Heute rahmen dort Pflastersteine eine kleine Gedenkstätte am Fuße eines Baumes. Trauernde haben dort Blumen und eine Engelsfigur aufgestellt.

Seit 15 Jahren in Deutschland

Gülsüms Familie war mit zunächst sechs Kindern, unter ihnen die Drillinge, vor etwa 15 Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen. Gülsüms Mutter hatte sich kurz nach der Ankunft 1996 unter nie ganz geklärten Umständen das Leben genommen, nachdem bei ihr Krebs diagnostiziert worden war. 1999 heiratete der Vater erneut. Mit der neuen Frau hat er weitere fünf Kinder.

Alle Kinder wurden nach den traditionellen Regeln der Kurden und des Korans erzogen. Das Tatmotiv sei in den Ehrvorstellungen der Familie zu suchen, sagte der Richter. In den Augen der Täter habe das "ehrlose Verhalten" der jungen Frau auf keinen Fall nach außen gelangen dürfen.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.