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Mord an Hamas-Führer Mabhuh: Verdächtige nach Israel geflüchtet

Alle im Zusammenhang mit dem Mord an einem Hamas-Führer Verdächtigten befinden sich nach Angaben der Polizei von Dubai in Israel.

Alle im Zusammenhang mit dem Mord an einem Hamas-Führer Verdächtigten befinden sich nach Angaben der Polizei von Dubai in Israel. "Ich bin sicher, dass alle Verdächtigen in Israel sind", sagte am Montag Polizeichef Dhahi Chalfan, der den israelischen Geheimdienst Mossad für die Ermordung des Hamas-Führers Mahmud El Mabhuh verantwortlich macht. Wenn die mutmaßlichen Täter in Israel blieben, würden sie nicht festgenommen werden, fügte Chalfan hinzu. Sollten sie das Land verlassen, könnten sie "vielleicht" gefasst werden.

Der Polizeichef erklärte laut einem Bericht der Tageszeitung "El Chaleedsch", inzwischen sei ein 27. Verdächtiger in dem Mordfall identifiziert worden. Dieser habe einen europäischen Pass gehabt, sagte Chalfan, ohne weitere Details zu nennen. Auch die 26 anderen Verdächtigen sollen mit Pässen westlicher Staaten in das Emirat eingereist sein. Zwölf von ihnen verfügten nach Angaben der Polizei von Dubai über britische Pässe, ein weiterer über einen deutschen.

Mabhuh war am 20. Januar in einem Luxushotel in Dubai ermordet aufgefunden worden. Die Polizei in Dubai teilte am Sonntag unter Berufung auf das rechtsmedizinische Gutachten mit, dass Mabhuh zunächst mit einem Beruhigungsmittel betäubt und dann erstickt worden sei. Israel macht den Anführer der radikalislamischen Palästinenserorganisation für die Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten zu Beginn des ersten Palästinenseraufstands Intifada (1987-1993) verantwortlich.

AFP / AFP