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Mord an Mary-Jane: Pressekonferenz soll neue Erkenntnisse offenlegen

Im Fall der ermordeten Mary-Jane will die Polizei bei einer Pressekonferenz neue Details zur Festnahme des mutmaßlichen Täters bekanntgeben. Der verdächtige Mann schweigt jedoch bislang zu den Vorwürfen.

Der im Fall Mary-Jane festgenommene Mann hat sich nach Medienberichten bisher noch nicht zu dem gewaltsamen Tod der Schülerin geäußert. Ob der Tatverdächtige tatsächlich die Siebenjährige aus dem thüringischen Zella-Mehlis umgebracht hat, wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstagnachmittag in Suhl bei einer Pressekonferenz berichten. Ein Polizeisprecher wollte sich am Samstagmorgen zu Einzelheiten nicht äußern. Möglicherweise werden die Fahnder dann auch mitteilen, wie die Schülerin starb und ob sie vor ihrem Tod sexuell missbraucht wurde.

Mary-Jane war am 24. Juni nicht vom Schulhort nach Hause gekommen. Einen Tag später hatten Wanderer das tote Kind in einem Bachlauf unweit der elterlichen Wohnung im Wald gefunden.

Die Ermittler hatten zwei Wochen nach dem Verschwinden des Mädchens am Freitag einen 35 bis 40 Jahre alten Mann gefasst. Es wird erwartet, dass er noch im Laufe des Samstags einem Haftrichter vorgeführt wird. Wie es aus Polizeikreisen hieß, stammt der Verdächtige aus dem Umkreis der Familie. Eine DNA-Probe soll die Ermittler auf die Spur des mutmaßlichen Täters gebracht haben. Die Polizei hatte alle Männer und Frauen im Wohngebiet von Mary-Janes Familie um freiwillige DNA-Proben gebeten und 800 Speichelproben erhalten.

Der Tatverdächtige war noch am Freitag von den Ermittlern vernommen worden. Medien berichteten am Samstag, dass der Mann zu den Vorwürfen schweige. Er soll 37 Jahre alt und vorbestraft sein, jedoch nicht wegen eines Sexualdeliktes.

Nach Informationen des MDR sind die genauen Todesumstände des Kindes weiterhin ungeklärt. Möglicherweise sei das Mädchen erstickt worden. Aufschluss soll ein Fasergutachten bringen, berichtete der Sender.

roh/DPA / DPA
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