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Mordfall Armani "Aktenzeichen XY - ungelöst" bringt neuen Hinweis

Mit Hilfe der TV-Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" suchte die die Polizei neue Hinweise Mordfall des achtjährigen Armani. Nach der Ausstrahlung gehen die Ermittler neuen Spuren nach.

Im Mordfall Armani werten die Freiburger Ermittler am Donnerstag Hinweise aus, die sie nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" erreicht haben. Mehrere Anrufer hätten Angaben gemacht, berichtete der Sender im Videotext.

Am Ende der Live-Übertragung aus München hatte Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern am Mittwochabend gesagt, unter den Zuschauern habe es erwartungsgemäß eine große Anteilnahme gegeben. Ein Anrufer habe womöglich aber auch einen wichtigen Hinweis gegeben. Der Mann könne vielleicht nähere Angaben zu einem verdächtigen Auto machen, von dem zuvor schon eine Zeugin berichtete hatte, sagte Hettmer am Ende der TV-Sendung. Allerdings sei er bei der Bewertung der Qualität dieses Hinweises noch vorsichtig.

Zuvor hatte Moderator Rudi Cerne kurz den Fall geschildert und Fotos von Kleidungsstücken des Kindes und von dem Ball gezeigt, mit dem Armani unterwegs gewesen war. Zudem ging es um die Zeugin, die am Tatabend vor mehr als zwei Wochen in der Nähe des mutmaßlichen Tatorts unter anderem quietschende Autoreifen gehört haben will.

10.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Allerdings fehlt den Fahndern nach wie vor eine konkrete Spur, um das Verbrechen zu klären. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro ausgesetzt.

Ein Spaziergänger hatte Armanis Leiche in einem Bach gefunden. Der Junge war am Abend des 27. Juli zuletzt lebend auf einem Spielplatz nahe seiner Wohnung - vier Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt - gesehen worden.

Rund 50 Beamte bildeten die Sonderkommission "Bach". Die Ermittler sortieren nun das DNA-Material von verschiedenen Menschen, das Beamte der Spurensicherung auf der Leiche gesammelt haben. Um gesicherte Spuren als nicht tatrelevant einordnen zu können, seien im Umfeld der Familie Vergleichsproben genommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Die Beamten hoffen hierdurch, Spuren identifizieren zu können, die vom Täter stammen. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt, hieß es.

Unterdessen sind die Hinweise aus der Bevölkerung stark zurückgegangen. Seit der vergangenen Woche seien lediglich rund zehn neue dazugekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittler zählen damit rund 370 Tipps zu dem Fall.

kng/DPA DPA

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