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Mordfall Dennis aufgeklärt: Der nette Serienkiller von nebenan

Der gefürchtete "Maskenmann" ist gefasst. Er gab zu, drei Kinder ermordet zu haben. Doch den Ermittlern sitzt kein Monster gegenüber, sondern ein ganz und gar unauffälliger Lehramtsstudent.

Von Manuela Pfohl

Mama, Papa, wie sieht das Böse aus? Seit 1992 konnten zumindest die Eltern in Norddeutschland ihren Kindern eine recht präzise Antwort auf diese Frage geben. Der "Schwarze Mann" - so hatten es nicht nur fast 40 Kinder berichtet, sondern auch ein Phantombild der Polizei gezeigt - ist groß und trägt eine Maske, wenn er in dunklen Nächten unbemerkt in Kinderzimmer einsteigt und kleinen Jungs Gewalt antut. Ein Mann, der jahrelang nicht nur Eltern um den Schlaf brachte, sondern auch die vierzigköpfige Sonderkommission (Soko) "Dennis" im niedersächsischen Verden. Denn auf das Konto des "Maskenmannes" gingen offensichtlich auch mehrere Morde an kleinen Jungen. Nun endlich konnten die Ermittler den Albtraum beenden. Das Böse ist gefasst.

Die Fahnder nahmen es am Mittwoch in seiner Wohnung in Hamburg fest. Einen Tag später gestand der "Schwarze Mann", nicht nur den kleinen Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck getötet zu haben, sondern auch zwei weitere Jungen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Außerdem gab er zu, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben.

Das Amtsgericht Stade erließ deshalb am Donnerstag Haftbefehl wegen dreifachen Mordes. Opfer sind Stefan J., der 1992 aus einem Internat in Scheeßel verschwand. Seine gefesselte Leiche wurde Anfang Mai in den Verdener Dünen vergraben entdeckt. Drei Jahre später verschwand der achtjährige Dennis R. aus dem einsam gelegenen Ferienzeltlager Selker Noor in Schleswig-Holstein. Auch er wurde ermordet. Man fand ihn vergraben in einer Düne bei Skive/Holstebro in Dänemark. Fall Nummer drei ist schließlich Dennis K. Der Neunjährige war am 5. September 2001 nachts aus dem Schullandheim in Wulsbüttel verschwunden. Ein schlichtes Holzkreuz erinnert heute an den Ort im Wald, an dem Pilzsammler zwei Wochen später seine Leiche fanden. Spätestens seit diesem Fall war klar: Hier ist ein Serienkiller am Werk.

Sie waren ganz nah dran

Jetzt, da der Mann gefasst ist, dreht sich alles um die Frage: Wer tut so etwas abgrundtief Böses? Wer ist der "Maskenmann"?

Die Antwort der Ermittler verstört. Denn das Böse gab sich zumindest in seinem Alltag nicht als finsteres Monster, sondern war höchst unauffällig. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen 40 Jahre alten Mann, der aus Bremen stammt und seit zehn Jahren in Hamburg lebt. Ein Lehramtsstudent, der in der Vergangenheit auch in der Jugendarbeit eingesetzt gewesen sei, sich inzwischen aber mit Erwachsenenbildung beschäftige. Der Mann sei seit seinem 21. Lebensjahr ohne eine feste Beziehung und werde von seiner Umwelt als "nett, akkurat und intelligent" beschrieben.

So in etwa hatten es die Profiler auch schon vermutet. Sie waren seit 2001 eingesetzt und hatten den möglichen Täter während der Ermittlungen als wahrscheinlich unauffälligen, sozial integrierten Mann bezeichnet, bei dem Nachbarn und Freunde kaum Verdacht auf einen Zusammenhang mit den Morden vermuten würden.

Mehr als tausend Hinweisen waren die Beamten in all den Jahren nachgegangen. Immer wieder hatten sie versucht, Spuren zu finden, Verbindungen aufzudecken, Verdächtige zu durchleuchten. Und einmal waren sie ganz nah dran. Denn auch der "Maskenmann" war ins Visier geraten. Bei ihren Ermittlungen stellen die Polizisten obendrein fest, dass er bereits als Sexualtäter in Erscheinung getreten war. Eine frühere Beziehungstat - Täter und Opfer kannten sich. Doch es gab keine Verurteilung und als ihn die Soko "Dennis" 2007 vernimmt, kann sich der "Maskenmann" herausreden. Die Ermittler lassen ihn deshalb wieder laufen.

Ein Steckbrief des Bösen

Erst eine neue Öffentlichkeits-Offensive im Februar 2011 bringt den Durchbruch. Ein früheres Missbrauchsopfer habe sich nach dem erneuten Fahndungsaufruf vor neun Wochen noch einmal bei der Polizei gemeldet, teilten die Ermittler am Freitag mit. Dabei machte er Angaben, die auf die Spur des 40-jährigen "Maskenmannes" führten. Der damals Zehnjährige erzählte, er sei mehrere Monate vor dem Missbrauch bei einer Jugendfreizeit von einem Betreuer in auffälliger Weise auf seine Wohnsituation angesprochen worden. In einer Nacht im Jahr 1995 überwältigte der "Maskenmann" schließlich sein ahnungsloses Opfer und missbrauchte es im Kinderzimmer.

Dass ihr Nachbar der "Maskenmann" sein soll, ein Monster, das kleine Jungen missbraucht und tötet, können die Bewohner des unauffälligen grauen Zweifamilienhauses in Hamburg nicht glauben. An die Möglichkeit, dass neben den bekannten Taten womöglich noch weitere Opfer auf das Konto des netten Mannes von nebenan gehen, mögen sie gar nicht denken. Und doch: "Wir sind nach wie vor auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen", sagt der Chef des Zentralen Kriminaldienstes, Karsten Lemke: "Wir wollen feststellen, ob wir bereits alle Taten dieses Mannes kennen oder ob er möglicherweise noch weitere Straftaten begangen hat." Ziel sei ein lückenloses Bild der Verbrechen des 40-Jährigen. Ein Steckbrief des Bösen sozusagen.

Mit DPA
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus
  • Manuela Pfohl