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Mordfall Kardelen: Verdächtiger Ali K. bestreitet die Tat

Der in der Türkei festgenommene Ali K. hat bestritten, die achtjährige Kardelen aus Paderborn getötet zu haben. "So etwas gab es nicht", sagte K. einem Pressebericht zufolge. Inzwischen hat ein türkisches Gericht Haftbefehl gegen einstigen Nachbarn von Kardelens Familie erlassen.

Ein türkisches Gericht hat Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Mörder der kleinen Kardelen aus Paderborn erlassen. Nach dem Termin beim Haftrichter sei Ali K. in Untersuchungshaft genommen worden, berichteten türkische Medien am Donnerstag.

Der Zeitung "Hürriyet" zufolge bestreitet Ali K., im Januar die achtjährige Kardelen getötet zu haben. "So etwas gab es nicht", rief K. demnach nach seinem Hafttermin wartenden Journalisten zu. Die Wahrheit werde ans Licht kommen.

Ali K. wird vorgeworfen, nach dem Mord an Kardelen in die Türkei geflohen zu sein. K.s Schwiegervater machte den Gesuchten nach eigenen Angaben im südwesttürkischen Didim ausfindig, wo er am Dienstagabend festgenommen wurde.

"Hürriyet" zufolge befürchtete die türkische Polizei, Ali K. könne Opfer von Blutrache werden. Der mutmaßliche Täter sei unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen nach seinem Verhör bei der Polizei zum Gericht gebracht worden, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

AFP / AFP
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