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"Wir haben den Fall nie aufgeben": Mörder 26 Jahre nach der Tat verurteilt – Ahnenforschung wurde ihm zum Verhängnis

Wegen eines vor einem Vierteljahrhundert begangenen Mordes wurde in den USA ein 50-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt. Dessen Schwester leistete einen entscheidenden Beitrag zu dem Ermittlungserfolg.

Der 50-Jährige wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Der 50-Jährige wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

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26 Jahre nach dem Mord an einer 25-jährigen Grundschullehrerin hat ein Gericht in Lancaster im US-Bundesstaat Pennsylvania den Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.

Dass die Ermittler dem heute 50-Jährigen so lange nach der Tat überhaupt noch auf die Schliche kommen konnten, verdanken sie der Neugier von dessen Halbschwester, wie mehrere US-Medien (u.a. ABC, "New York Post") berichten. 

Das Verbrechen ereignete sich im Dezember 1992. Die Lehrerin wurde in ihrer Wohnung überfallen, verprügelt, vergewaltigt und erdrosselt. Eine brutale Tat. Die einzige Spur seinerzeit: Ein weißer Toyota, den ein Zeuge in der Nähe gesehen hatte.

Doch das half den Ermittlern nicht, sie konnten den jetzt Verurteilten mehr als zwei Jahrzehnte lang nicht überführen. Er lebte unbehelligt weiter und trat unter anderem als DJ auf. "Wir haben den Fall nie aufgeben", sagte ein Ermittler laut US-Sender Fox News, denn immerhin wurden 1992 DNA-Spuren des Mörders am Tatort sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft gab das Material zuletzt an ein privates Ahnenforschungsinstitut – quasi der letzte Strohhalm, an den sich die Ermittler klammerten. Und im Gegensatz zum Polizeicomputer wurde dort ein Treffer erzielt. Der Grund: Die Halbschwester des Täters hatte ihre DNA an das Unternehmen geschickt, um mehr über ihre Vorfahren und ihre Herkunft zu erfahren. Beamte kamen so auf den Mörder der Lehrerin, der zudem 1992 in der Nähe ihrer Wohnung lebte. Im vergangenen Mai wurde der 50-Jährige festgenommen.

26-Jahre nach der grausamen Tat ist sein Leben in Freiheit jetzt vorbei: Am Dienstag gestand er die Tat vor Gericht. "Warum? Warum müssen wir hier sitzen?", fragte der Bruder des Opfers den Angeklagten nach Angaben der Staatsanwaltschaftim Gerichtssaal. Doch eine Antwort bekam er nicht. 

+++ Auf ähnliche Art und Weise klärte die Polizei im vergangenen Jahr die Taten des "Golden State Killers" auf. Lesen Sie hier mehr zu dem Fall +++

"Innocence Project": 20 Jahre unschuldig im Knast: Die Geschichte eines unglaublichen Justizirrtums

Quellen: ABC, "New York Post", Fox News, Mitteilung der Staatsanwaltschaft

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