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Mordfallprozess in Leipzig: 41-Jähriger soll drei Menschen getötet haben

Prozessauftakt in Leipzig: Einem 41-Jährigen werden drei Morde vorgeworfen. Zwei 19 und 23 Jahre alte Männer soll er beim Schrottsammeln getötet haben. Einen 27-Jährigen soll der Angeklagte erschossen haben, weil dieser sein Fahrrad nicht herausgeben wollte. Das Urteil wird für April erwartet.

Knapp sechs Monate nach dem Doppelmord an zwei 19 und 23 Jahre alten Männern im sächsischen Groitzsch hat am Freitag in Leipzig der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Angeklagt ist der 41-jährige Guido N. auch noch wegen eines weiteren Tötungsdelikts im April 2009. Damals soll er einen 27-Jährigen in Goitzsch erschossen haben. Guido N. muss sich vor dem Landgericht Leipzig nun wegen zweifachen Mordes sowie wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten.

Der aus Bayern stammende Angeklagte soll am 28. August vergangenen Jahres in Goitzsch zwei Männer im Alter von 19 und 23 Jahren beim Schrottsammeln erschossen haben. Nach mehreren Tagen stellte er sich in Bayern der Polizei und wurde festgenommen. Guido N. gehörte das Gelände mit Lagerhallen in Groitzsch, auf dem die beiden jungen Männer offenbar Schrott gesammelt hatten.

Der 23-Jährige konnte trotz der Schussverletzungen noch fliehen und wurde schwer verletzt an einem Bahnübergang in der Nähe gefunden. Kurz darauf starb er aber im Krankenhaus. Dem 19-Jährigen schlug Guido N. laut Anklage mit einem Eisenteil noch massiv ins Gesicht, nachdem er bereits auf ihn geschossen hatte.

Bereits zuvor soll der Angeklagte im April 2009 einen 27-Jährigen Mann erschossen haben, weil dieser laut Anklage sein Fahrrad nicht herausgeben wollte. Ein Urteil wird im April erwartet. Unter anderem soll auch ein psychiatrischer Gutachter zu dem Angeklagten Stellung

cjf/AFP / AFP