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Mordpläne gegen britische Sängerin Joss Stone erleichtert über Schuldspruch


Zwei Männer, die im Sommer 2011 die Soulsängerin Joss Stone ermorden wollten, sind in allen Punkten schuldig gesprochen worden. Die britische Sängerin nahm das Urteil erleichtert auf.

Zwei Männer wollten die britische Sängerin Joss Stone ermorden und ausrauben - einer von ihnen ist nun zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Der 35-Jährige muss mindestens zehn Jahre und acht Monate hinter Gitter, entschied ein Gericht im englischen Exeter am Mittwoch. Offiziell lautet das Urteil lebenslang. Der zweite Beteiligte, ein 32 Jahre alter Mann, wurde ebenfalls für schuldig befunden. Das Strafmaß gegen ihn soll aber zu einem späteren Zweitpunkt verkündet werden.

Stone zeigte sich glücklich über den Schuldspruch. Ihre Mutter Wendy Joseph verlas vor dem Gericht ein Statement der Sängerin, das der britische "Telegraph" als Videoclip veröffentlichte: "Joss, ich selbst und unsere ganze Familie sind erleichtert, dass der Prozess nun vorbei ist und diese Männer nun niemandem mehr Schaden zufügen können."

Angeklagte hassen das britische Königshaus

Die Männer waren im Juni 2011 mit einem Samurai-Schwert bewaffnet zum Haus der heute 25-jährigen Sängerin ("The Soul Sessions") in der Grafschaft Devon gefahren. Aufmerksame Nachbarn hatten ihr "seltsames Verhalten" bemerkt und die Polizei alarmiert. Die fand neben dem Schwert wirre Notizen über die Pläne, die Sängerin zu töten und auszurauben. So hieß es in Aufzeichnungen beispielsweise: "Die Königin - Teufelin. Aber sie mag Joss Stone. Von der Königin zu Wills Hochzeit eingeladen. Was ist der Sinn?"

Das Motiv der beiden blieb im Prozess diffus - die Verurteilten hatten angegeben, sie wollten die Sängerin wegen ihrer Verbindung zum britischen Königshaus töten. Stone hatte im Prozess gesagt, sie habe nur ein paar Mal für die Königsfamilie gesungen, unter anderem bei einem Gedenkkonzert für Prinzessin Diana. Vom Tag selbst habe sie nur wenig mitbekommen: "Abgesehen davon, dass jemand vorbeikam, um zu sagen, dass jemand versucht hat, mich umzubringen, war es eigentlich ein wirklich schöner Tag", erklärte sie dem Richter.

jwi/DPA/Bang DPA

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