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Mordprozess gegen "Hells Angels": Rocker-Invasion in Kaiserslautern

Kaiserslautern glich einem Hochsicherheitstrakt: Grund war der Prozessauftakt gegen zwei Mitglieder der "Hells Angels", die einen "Outlaw" ermordet haben sollen. Stundenlang belauerten sich rund 1000 Mitglieder beider rivalisierender Motorrad-Gangs. Das Verfahren wurde nach nur einer Stunde vertagt.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag in Kaiserslautern der Mordprozess gegen zwei Angehörige der Rockergruppe "Hells Angels" begonnen. Die Angeklagten sollen vor einem halben Jahr ein führendes Mitglied der konkurrierenden Rockergruppe "Outlaws" getötet haben.

Die Polizei sicherte das Gerichtsgebäude und die Stadt zum Prozessauftakt mit mehreren Hundertschaften. Rund 1000 Angehörige der beiden Rocker-Gruppen hielten sich laut Polizei in Kaiserslautern auf. Die Polizei bemühte sich um Trennung der Gangs und beschlagnahmte Dutzende Messer, Schlagringe und Tränengas-Spraydosen.

Das Verfahren wurde bereits eine Stunde nach dem Auftakt vertagt. Einer der Verteidiger stellte einen Antrag, in dem er dem Gericht unter anderem einen Besetzungsfehler im Falle einer beisitzenden Richterin vorwarf. Auch zweifelte er die Zuständigkeit der Kammer an.

Sieben Stiche in den Rücken

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geriet das 45-jährige Tatopfer am 26. Juni zufällig in das Visier der Beschuldigten. Einer der beiden mutmaßlichen Täter, ein 42-jähriger Maschinenschlosser aus dem pfälzischen Rockenhausen, sei drei Tage zuvor in Bad Kreuznach von einem Mitglied der "Outlaws" verprügelt worden und habe sich dafür an einem anderen Mitglied des Clubs rächen wollen. Angeklagt ist auch ein 28-jähriger Nachtclubbetreiber aus Mannheim. Ein 27-jähriger Mannheimer, der ebenfalls unter dringendem Tatverdacht steht, ist noch flüchtig.

Die drei Beschuldigten hätten am Abend des 26. Juni ein Lokal im pfälzischen Marnheim beobachtet, das als Treffpunkt der "Outlaws" bekannt sei. Als das spätere Tatopfer das Lokal verließ, sei ihm das Trio in einem Auto gefolgt. Bei Stetten hätten die Tatverdächtigen das Motorrad des 45-Jährigen mit dem Auto überholt und gestoppt. Der 28-Jährige soll mit einem Teleskopschlagstock auf ihn eingeprügelt haben, der 27-Jährige soll ihm mit einem Messer insgesamt sieben Stiche in den Rücken und in die Seite versetzt haben. Anschließend nahm der 28-jährige "Höllenengel" dem Schwerverletzten noch seine Lederweste mit den Club- und Rangabzeichen der "Outlaws" ab. Die Anklage lautet auf Mord, Raub mit Todesfolge sowie räuberischen Angriff auf einen Kraftfahrer.

Opfer war ranghoher "Outlaw"

Das Opfer starb zwei Stunden später im Krankenhaus. Der Getötete war Präsident einer regionalen Untergliederung der "Outlaws" und führte das sogenannte Chapter Donnersberg. Zu seiner Beerdigung am 30. Juni kamen im pfälzischen Mettenheim rund 1000 Rocker aus ganz Deutschland zusammen. Der 42-jährige Beschuldigte wurde am gleichen Tag in der Pfalz festgenommen, der 28-Jährige am 6. August in Portugal. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Die "Outlaws" wurden nach eigener Darstellung 1935 in McCook, einem Vorort von Chicago, gegründet und sind damit einer der ältesten Motorradclubs der Welt. Der deutsche Zweig geht auf die 1973 im fränkischen Kitzingen gegründeten "Ghost Riders" zurück, die sich 2001 den "Outlaws" anschlossen. Der Club hat im Bundesgebiet knapp 40 regionale Untergliederungen, die sogenannten Chapter.

Mindestens bis März soll vor dem Landgericht unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen verhandelt werden. Die "Outlaws" haben bereits schriftlich erklärt, was sie von dem Verfahren erwarten: "Wir gehen davon aus, dass die Täter strafrechtlich voll zur Rechenschaft gezogen werden."

APD/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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