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Mordprozess gegen Sportstar Pistorius bricht erneut im Gericht zusammen


Der angeklagte Paralympicsstar Oscar Pistorius erträgt es nicht, Details aus der Mordnacht zu erfahren. Am neunten Prozesstag übergibt er sich erneut - wegen blutiger Bilder vom Tatort.

Der südafrikanische Profisportler Oscar Pistorius hat am neunten Tag des Mordprozesses wieder heftig auf Zeugenaussagen zur Tatnacht reagiert. Beim Anblick vom blutigen Tatort musste sich Pistorius wie schon am Montag im Gerichtssaal von Pretoria übergeben. Verteidiger Barry Roux versuchte, in Kreuzverhören mit den Polizisten Schoombie van Rensburg und Johannes Vermeulen nachzuweisen, dass bei der Spurensicherung in der Tatnacht im Februar 2013 gepfuscht worden sei.

Verteidiger Roux nahm wie schon am Vortag Vermeulen ins Kreuzverhör, der den Schilderungen von Pistorius widersprochen hatte. Der 27-Jährige habe beim Einschlagen der Toilettentür, hinter der die erschossene Freundin Reeva Steenkamp lag, keine Prothesen getragen, sagte der Forensiker mit Verweis auf die Spuren an der Tür.

Der beinamputierte Paralympics-Star hatte ausgesagt, er habe nach den Schüssen erst seine Prothesen angezogen und dann mit einem Kricketschläger die verschlossene Tür eingeschlagen. Er habe in Panik durch die Tür geschossen, weil er dort einen Einbrecher vermutete. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn des Mordes.

kis/DPA DPA

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