HOME

Mordprozess: Knox kritisiert italienische Justiz

Die verurteilte Studentin spricht von einem "Fehlurteil". Vorurteile hätten die Ermittlungen beeinflusst. Ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito wurde nahe der Grenze zu Österreich aufgegriffen.

Nach ihrer Verurteilung hat Amanda Knox die italienische Justiz scharf kritisiert. Sie habe "Besseres vom italienischen Justizsystem erwartet", heißt es in eine Erklärung, die die US-Studentin nach dem Urteil veröffentlichte. Eine "übereifrige und sture Staatsanwaltschaft" habe die Justiz pervertiert, die Ermittlungen seien "voreingenommen und engstirnig" gewesen. Trotz fehlender Beweise sei die Anklage nicht bereit gewesen, Fehler zu zuzugeben – stattdessen habe sie sich auf "unzuverlässige Zeugenaussagen und Beweismittel" gestützt. Knox spricht von einem "Fehlurteil", das nicht nur entsetzlich für die Verurteilten sei, sondern auch für "das Opfer, ihre Angehörigen und die Gesellschaft".

Ex-Freund Sollecito auf der Flucht?

Knox‘ ebenfalls verurteilter Ex-Freund Raffaele Sollecito wurde in der vergangenen Nacht derweil von der Polizei in einem Hotel nahe der Grenze zu Österreich aufgegriffen. Sollecito war am Vorabend mit einer Freundin im Ort Venzone bei Udine angekommen, etwa 60 Kilometer von Österreich und 40 Kilometer von Slowenien entfernt. Ob es sich dabei um einen Fluchtversuch handelte, ist noch unklar. Sollecito gab Medienberichten zufolge an, er habe nur einen Abstecher nach Österreich gemacht und sei dann zurückgekehrt.

Die Polizei informierte ihn über das Ausreiseverbot, das das Gericht wegen Fluchtgefahr gegen ihn verhängt hat. Sein Pass sei eingezogen worden. Verhaftet wird der Italiener nicht, weil das Urteil vom Vorabend nicht rechtskräftig ist. Sollecito war wegen des Mordes an der Britin Meredith Kercher zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, Knox zu 28 Jahren und sechs Monaten. Die Anwälte der beiden haben angekündigt, in Berufung zu gehen.

"Ich werde für meine Unschuld kämpfen"

Knox war 2011 freigesprochen worden und nach vier Jahren im Gefängnis in ihre Heimat USA zurückgekehrt. Damit die Strafe gegen sie durchgesetzt werden kann, müsste die 26-Jährige nach Italien ausgeliefert werden. Schon vor Verkündung des Urteils hatte sie in einem Interview mit dem Guardian angekündigt, niemals freiwillig zurückzukehren. "Sie werden mich fangen und mich tretend und schreiend in ein Gefängnis zurückzerren müssen, in dem zu sein ich nicht verdient hätte", sagte sie. "Ich werde für meine Unschuld kämpfen."

car/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.