HOME

Mordprozess wird neu aufgerollt: Der ewige Albtraum der Amanda Knox

Vier Millionen Dollar ist das Leben von Amanda Knox einem Verlag wert. Ihre Memoiren erscheinen im April. Doch das wichtigste Kapitel wird fehlen: Der Mordprozess gegen sie wird wieder aufgerollt.

Von Niels Kruse

Was auch immer am 2. November 2007 in der umbrischen Stadt Perugia geschehen ist - in unschöner Regelmäßigkeit, alle zwei Jahre, drängt sich diese Nacht in das Leben von Amanda Knox. Erstmals 2009, als sie zusammen mit Raffaele Sollecito wegen des Mordes an der Engländerin Meredith Kercher zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Dann 2011, als sie und der mutmaßliche Mittäter wieder freigesprochen wurden. Und nun, 2013, erneut: Das italienische Kassationsgericht hat das letzte Urteil wieder kassiert. Anders gesagt: Der Prozess wird wieder aufgerollt - und sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken.

Der ewige Albtraum hat die 25-Jährige von der Westküste der USA also wieder eingeholt. Amanda Knox wird sich abermals mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen, vor sechs Jahren die damals 21-jährige Studentin vor, während oder nach einer angeblichen Sexorgie erstochen zu haben. Der erste und der zweite Verhandlungsmarathon gegen sie und ihren damaligen Freund Sollecito war zu einer Art Kulturkampf zwischen Italien und den USA ausgeartet. Auf der Anklagebank das junge, anmutige Unschuldslamm - für die einen (vor allem in den USA) der personifizierte Liebreiz. Für die anderen (vor allem für die Opferfamilie) das Monster hinter der hübschen Fassade. "Engel mit den Eisaugen" oder "Teufel mit dem Engelsgesicht"?

Ein Zeuge im Heroinrausch

Nach der Verurteilung von Knox 2009 witterte die US-Senatorin Maria Cantwell gar Anti-Amerikanismus und bezichtigte die italienischen Ermittler schwerer Schlampereien. Ein Vorwurf, der beim Revisionsprozess 2011 bestätigt wurde: Die Aussage, nach der sie und Sollecito in der Tatnacht in der Nähe des Tatort gesehen wurden, fiel in sich zusammen, weil der "Zeuge" zu dem Zeitpunkt auf Heroin war. Ihre DNA-Spuren auf der Tatwaffe und dem Opfer? Fehlinterpretationen der Spurensicherung. Alles in allem stand die Anklage auf so tönernen Füßen, dass die Berufungsrichter gar nicht anders konnten, als die beiden Studenten wieder laufen zu lassen.

Das zumindest war der Stand bis heute. Doch das Kassationsgericht beurteilt die Beweislage offenbar anders und gab nach langen Beratungen bekannt, dass die Richter des Berufungsprozesses mit dem Freispruch "den Kompass verloren" hätten. Was immer das auch bedeuten mag, Amanda Knox jedenfalls zeigte sich in einer ersten Reaktion "bestürzt und enttäuscht" über die schlechte Nachricht aus Rom. Auch der Mitbeschuldigte Sollecito ließ über seinen Anwalt ausrichten, er habe gehofft, "man könnte einen Schlussstrich unter diese Sache ziehen". Die beiden betrachten sich, natürlich, als unschuldig.

Eine junge Frau - ungeschickt und allein gelassen

Allerdings hatte sich vor allem Amanda Knox nach dem Mord an Meredith Kercher reichlich ungeschickt angestellt. Zunächst wurde als Täter ein notorischer Kleinkrimineller namens Rudy Guede ausgemacht, 14 Tage nach der Tat in Mainz gefasst und später zu 16 Jahren Haft verurteilt. Doch auch Knox und ihr Freund waren ins Visier der Polizei geraten und machten sich durch widersprüchliche Aussagen verdächtig. Was der Studentin mit am meisten geschadet haben dürfte, war ihre Anschuldigung gegen den Barmann Patrick Lumumba. Sie erwies sich als falsch, der Mann hatte ein Alibi. Knox erstes Verhör allerdings, und das mag als Erklärung dienen, dauerte 14 Stunden. Sie hatte weder einen Anwalt noch einen Übersetzer an ihrer Seite, und sie war jung: gerade einmal 20 Jahre alt.

Dass sie in diesem Alter Haschisch raucht und an Gruppensexspielchen teilgenommen haben könnte, wie die Ermittler herausgefunden haben wollen, ist vielleicht nicht ungewöhnlich. Aber warum hat das Pärchen ausgerechnet den ihm unbekannten Drogendealer Rudy Guede dazu eingeladen? Und welches Motiv sollte Knox gehabt haben, bei der mutmaßlichen Orgie ihre Mitbewohnerin Meredith zu erstechen? Diese immer noch offenen Fragen soll der nächste Prozess beantworten. Viel mehr gibt es nicht, was ansonsten über den Tathergang bekannt ist.

Das "seltsame Verhalten" nach der Tat

Meredith Kercher wurde am 2. November 2007 in ihrem WG-Zimmer in Perugia gefunden. Sie war offenbar missbraucht, erwürgt und erstochen worden. Ihr fehlten zwei Handys, Kreditkarten und rund 300 Euro in Bar. Wegen des "seltsamen Verhaltens", das Amanda Knox und ihr Freund Raffaele Sollecito an den Tagen nach dem Mord gegenüber der Polizei gezeigt haben sollen, waren die beiden schnell zumindest als Mittäter ausgemacht. Doch mehr als vage Hinweise und dünne Indizien konnten die Ermittler damals nicht gegen das Paar ins Feld führen. Trotzdem wurden sie zwei Jahre später zu 25 Jahren (Raffaele) und 26 Jahren (Amanda) Haft verurteilt. Ein Urteil, das in der Berufung zwei Jahre später revidiert wurde.

Nach ihrer Freilassung 2011 kehrte Amanda Knox in ihre Heimat nach Seattle zurück. Einfach nur auf einer grünen Wiese liegen wolle sie, sagte die mittlerweile blass und in sich gekehrt wirkende Frau damals, als es so aussah, als würde sich nun alles zum Guten wenden. In den USA hatte man bereits große Pläne mit dem mutmaßlichen Justizopfer. Fernsehstationen und Buchverlage klopften bei ihr an, um ihre Lebensgeschichte zu dokumentieren und das große Geld zu machen. Ein in Produktion befindlicher TV-Film allerdings wurde von der Familie 2011 gestoppt. Vier Millionen Dollar zahlte ihr der Verlag HarperCollins für ihre Memoiren. Das Buch "Waiting to be Heard" sollte eigentlich am 30. April erscheinen. Doch derzeit sieht es so aus, als fehle noch das entscheidene Kapitel.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.