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Mordserie: Die Lust zu Töten

Ein 25-Jähriger aus Thüringen hat innerhalb weniger Tage vier Menschen getötet. Seine Festnahme verhinderte sechs weitere Morde, die Mirko H. geplant hatte.

Pure Lust an Gewalt und Rache sind die möglichen Motive des 25-jährigen Mirko H., der in Thüringen binnen weniger Tage vier Menschen gequält und umgebracht hat. Immer wieder stach er nach eigenen Angaben auf seine Opfer ein. Erst bei dem Versuch seinen ehemaligen Therapeuten im thüringischen Schkölen zu töten, konnte der alkoholkranke Mann durch beherzte Nachbarn und die Polizei gestoppt werden. Den geschockten Fahndern gestand er seine grausamen Taten. Bei seiner Festnahme schien er erleichtert. "Wir gehen von einer Mordserie aus", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Petri am Samstag in Mühlhausen.

"Er hatte mich angegrapscht"

Der erste tödliche Gewaltausbruch am 2. Februar gegen einen 52-jährigen Arzt aus dem ostthüringischen Hainspitz erfolgte nach Aussagen des Täters spontan. "Er hatte mich angegrapscht", sagte Mirko H. nach der Festnahme. Mit einem Messer aus der Küche des Opfers stach er immer wieder auf den Mann ein. Um einen Selbstmord vorzutäuschen, habe er dem am Boden liegendem Opfer nach der blutigen Attacke das Messer in die Hand gelegt. Bei den Ermittlern gab er zu Protokoll: Das Töten sei leichter gewesen, als er gedacht habe.

"In Bad Langensalza tötete er am Dienstag kurz hintereinander drei Menschen", sagte Dirk Germerodt, Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Die Bluttaten habe er nach einem Plan ausgeführt, hieß es. Er habe sich damit für Demütigungen, Schlägereien und verweigerte Hilfeleistungen rächen wollen. Einen 43-Jährigen streckte er in dessen Wohnung mit 16 Scheren- und Messerstichen nieder. Kurz darauf tötete er in einem Haus für betreutes Wohnen einen 53-Jährigen mit 30 Stichen.

Eine 46 Jahre alte Bekannte musste zunächst mit ansehen, wie das dritte Opfer starb. Anschließend quälte er die Frau zwei Stunden lang, bevor er sie mit acht Messerstichen tötete. Sie habe immer wieder gefleht, sie am Leben zu lassen, gab der Mann in einer achtstündigen Vernehmung zu Protokoll.

Festnahme verhinderte wahrscheinlich weitere Taten

Die Festnahme verhinderte den Fahndern zufolge noch mehr Taten, denn der Messerstecher wollte nach eigenen Angaben noch sechs weitere Menschen töten. Die Ermittler sind sich aber sicher, dass sie alle bisherigen Opfer des Messerstechers gefunden haben.

Ein weiteres mögliches Motiv: Lust an Gewalt. Immer wieder hatte er sich vor den Taten unter Alkohol Gewaltszenen angeschaut, berichtete der vernehmende Polizeibeamte Frank Blasius. Allerdings entspreche das Tatmuster nicht den als Lieblingsszenen geschilderten Videoausschnitten. Nach Angaben der Fahnder besitzt er 300 Videos mit zahlreichen Gewaltszenen. "Er genießt es, Macht über wehrlose Opfer zu haben", schilderte Blasius seine Eindrücke nach der Vernehmung.

Motiv liegt im Dunkeln

Das genaue Motiv für den Blutrausch liegt den Ermittlern zufolge jedoch noch im Dunkeln. Alle seine Opfer kannte der Mann aus Therapien. Erst kurz vor seinen tödlichen Gewaltausbrüchen hatte er eine Therapie abgebrochen. Der Mann ist seit dem 15. Lebensjahr alkoholkrank.

Ein Gutachten soll nun klären, ob zudem eine massive Persönlichkeitsstörung vorliegt. Eine Schuldunfähigkeit auf Grund des Alkoholkonsums verneinte Petri. Der Mann sitzt im Gefängnis Suhl-Goldlauter. Bei der Täteranalyse müssen laut Petri auch der familiäre Hintergrund mit Gewalt, gescheiterten Beziehungen der Mutter, mehreren abgebrochenen Therapien sowie einer abgebrochenen Kochlehre berücksichtigt werden.

Claudia Götze und Antje Lauschner / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(