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Mitten auf der Straße Mann ersticht Friseur, weil ihm sein neuer Haarschnitt nicht gefällt

Am Stadtrand von Moskau wird ein Friseur mitten auf der Straße erstochen.
Am Stadtrand von Moskau wird ein Friseur mitten auf der Straße erstochen. Aufnahmen zeigen, wie sich der Täter ungehindert entfernt.
© Screenshot Youtube/beliakov info
Auf offener Straße und am hellichten Tag wird in Moskau ein Mann erstochen. Niemand kommt dem Opfer zu Hilfe. Und der Mörder verlässt seelenruhig den Tatort. Dabei war wohl eine misslungene Frisur für drei Euro das Motiv für die Tat.

In Moskau hat ein Mann seinen Friseur erstochen, weil ihm offenbar sein neuer Haarschnitt nicht gefallen hat. Als Waffe benutzte der 26-jährige Pawel L. einen Spieß, der üblicherweise zum Grillen von Fleisch verwendet wird. Ein Kunde des Friseurs hielt die Attacke auf Video fest und veröffentlichte die Aufnahme in sozialen Netzwerken.

Der Darstellung des Augenzeugen zufogte habe der Coiffeur Dastan A. den Täter am 13. Oktober bedient. Der Haarschnitt kostete Pawel L. nur 200 Rubel, umgerechnet nicht einmal drei Euro. Er sei mit der Arbeit des Friseurs zufrieden gewesen, sagten Mitarbeiter des Salons laut der russischen Nachrichtenseite "Vesti.ru" aus. Doch am nächsten Tag sei er zurückgekommen und habe einen erneuten Haarschnitt verlangt. Er sei doch unzufrieden. Dastan A. sei seinem Kunden entgegengekommen und habe sich ein zweites Mal ans Werk gemacht. Geld habe er für seine Arbeit nicht verlangt.

Dennoch sei Pawel L. äußerst aggressiv gestimmt gewesen. Er habe den 24-jährigen Migranten aus Usbekistan attackiert und ihn auf die Straße hinaus geschleift.

Pawel L. gesteht die Tat in Moskau

Was dann geschah, zeigen die Aufnahmen des Augenzeugen. Darauf ist zu sehen, wie Pawel L. auf sein Opfer mehrfach mit dem Spieß einsticht. Drei Mal trifft er genau ins Herz. Niemand schreitet ein. Zwei Passanten und ein Fahrradfahrer bleiben zwar stehen, zögern jedoch einzugreifen. Als Dastan A. am Boden liegt, entfernt sich Pawel L. seelenruhig vom Tatort. Niemand versucht, ihn aufzuhalten. 

Zum Glück konnte die Polizei Pawel L. noch am selben Abend festnehmen. Er fiel bei einer Verkehrskontrolle auf. Inzwischen hat er die Tat gestanden. "Während des Verhörs hat der Verdächtige seine Schuld vollständig eingestanden und sich selbst belastet", heißt es in einer Mitteilung des russischen Ermittlungskomitees. Er wird nun des Mordes angeklagt. Dem zweifach vorbestraften Mann drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Freunde und Bekannte des Opfers sammeln jetzt Spenden ein, um den Leichnam in die Heimat zu seiner Familie überstellen zu können.

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ivi

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