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Urteil in Moskau: Mann verschleppt Jungen und missbraucht ihn jahrelang – 20 Jahre Straflager

In Moskau ist ein Mann zu 20 Jahren Straflager verurteilt worden, weil er einen Jungen verschleppt und jahrelang missbraucht hat. Das Opfer konnte sich bei der Befreiung nicht mehr an die Namen seiner Eltern erinnern.

Die Hände eines Mannes in Handschellen

Die Hände eines Mannes in Handschellen

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Ein Mann aus Moskau, der jahrelang einen Jungen missbraucht und in seiner Gewalt hatte, ist zu 20 Jahren Straflager verurteilt worden. Der Moskauer habe 2007 das damals neun Jahre alte Opfer unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt und den Jungen dann in einem Zimmer eingesperrt, meldete die Agentur Ria Nowosti am Montag in der russischen Hauptstadt. Er habe den hilflosen Zustand des Kindes ausgenutzt und sich immer wieder gewaltsam an ihm vergangen, urteilte demnach ein Moskauer Gericht. 

Erst zehn Jahre später sei die Polizei auf den jungen Mann aufmerksam geworden. Sein Verhalten und sein ungepflegtes Aussehen seien den Polizisten merkwürdig vorgekommen, erzählten diese im Prozess. Daraufhin hätten sie die Dokumente des Opfers näher untersucht und in einer Datenbank einen Treffer erzielt: Der Junge sei jahrelang im ganzen Land gesucht worden. Er habe sich bei der Befreiung nicht mehr an die Namen seiner Eltern erinnern können. 

Moskau: Wenig Details zu grausigem Verbrechen bekannt

Der Täter habe dann sofort seine Schuld eingestanden. Psychologen hatten im Laufe des Verfahrens festgestellt, dass der Mann zurechnungsfähig sei. Er habe auch schon zuvor wegen "unsittlicher Handlungen an Minderjährigen" vor Gericht gestanden.

Details zu dem Fall sind kaum bekannt. Nach russischen Medienberichten durfte das Opfer manchmal am Abend das Haus verlassen, kehrte jedoch wieder zurück. In der Nachbarwohnung soll die Mutter des Täters gewohnt haben. Sie habe jedoch keinen engen Kontakt zu ihrem Sohn gepflegt, hieß es.

fin / DPA
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