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Prozess in München: 67-Jährige kassiert Sozialhilfe – und gleichzeitig tausende Euro für Diamanten

Eine 67-jährige Frau aus München erhielt fünf Jahre lang Sozialhilfe vom Staat. In Wirklichkeit aber lebte sie in einer Luxuswohnung in München und verdiente viel Geld. Jetzt stand sie deshalb vor Gericht.

Gerichtsverhandlung

Die 67-Jährige kam mit einer Bewährungsstrafe davon (Symbolbild)

Getty Images

Die Polizei in München hat durch Zufall einen Fall von Sozialbetrug aufgedeckt. Eine Frau, die den Ämtern als mittellos bekannt war, bezog seit fünf Jahren Sozialhilfe. Bei einer Zeugenüberprüfung in einem anderen Fall stieß die Polizei auf die 67-Jährige und fand dabei heraus, dass sie viel Geld verdiente und eine Luxuswohnung angemietet hatte. Die Frau wurde nun zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Die Münchnerin hatte als Diamantenhändlerin ein regelmäßiges Einkommen, sie verdiente Tausende von Euros, ohne es den Behörden mitzuteilen. Nur durch Zufall flog sie auf, die Polizei ermittelte in einem Fall einer Freundin der 67-Jährigen. Diese war Opfer eines Diamantenraubs im Wert von 1,1 Millionen Euro geworden. Aufgrund des hohen Schadens überprüften die Beamten den Fall genauer und suchten nach Indizien im näheren Umfeld des Opfers. Die Sozialbetrügerin fiel ebenfalls unter die Liste der zu Überprüfenden, da sie ohnehin schon fünffach vorbestraft war, so berichtete der "Merkur".

Die Steuerfahndung wurde eingeschaltet

Ohne es zu ahnen landeten die Beamten damit einen Volltreffer: Zwar hatte die "Diamantenlady" nichts mit dem Fall ihrer Freundin zu tun, jedoch entdeckten die Polizisten in ihrer Wohnung Möbelstücke und Gegenstände, die weit über dem Wert des Budgets der Sozialhilfeleistungen lagen. Nachdem die Steuerfahndung eingeschaltet worden war, ergaben die Überprüfungen, dass mehrfach hohe Bargeld-Einzahlungen auf ein Konto der 67-Jährigen eingegangen waren. Die Ermittler vermuteten, dass diese aus den Schmuckverkäufen stammten, erklärten sie gegenüber dem "Merkur". Insgesamt verfügte die Frau über drei Konten.

Strafe fiel milde aus

Zwischen Februar 2011 und Januar 2016 soll die Dame Sozialhilfe erhalten haben, berichtet der "Merkur" unter Berufung auf die Anklage, in der von einer Gesamtsumme von etwa 60.000 Euro die Rede war. Die gelernte Goldschmiedin war geständig und wurde vom Amtsgericht München zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. 

Quellen: "Merkur"

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lber
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