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Urteil in München: Versuchte Morde im Kreißsaal - Hebamme muss 15 Jahre in Haft

Eine Hebamme wollte schwangere Frauen bei Kaiserschnitt-Operationen töten, indem sie Blutverdünner verabreichte. Davon ist das Landgericht München überzeugt und verurteilte die 35-Jährige zu 15 Jahren Haft. 

Eine Hebamme soll mehreren Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten heimlich Blutverdünner gegeben haben

Eine Hebamme soll mehreren Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten heimlich Blutverdünner gegeben haben

Eine Hebamme muss wegen versuchter Morde im Kreißsaal 15 Jahre in Haft. Das Landgericht München I verhängte außerdem ein lebenslanges Berufsverbot als Hebamme und in anderen Pflegeberufen. Die 35-Jährige hat nach Überzeugung des Gerichtes mehreren Patientinnen bei Kaiserschnitt-Geburten in Bad Soden bei Frankfurt und im Münchner Klinikum Großhadern heimlich Blutverdünner gegeben. Sie wären ohne Notoperationen gestorben.

Zwei Frauen mussten infolge der Tat die Gebärmutter entfernt werden. In einem Fall soll die Hebamme sogar ein Mittel verabreicht haben, das bei Abtreibungen eingesetzt wird. Die Opfer sollen traumatisiert sein.

Angeklagte hat keine eigenen Kinder

Das Motiv der Frau laut Anklage: "Aufwertung ihres Selbstwertgefühls" und "insgeheime Demonstration einer Überlegenheit". Die Frau ist ledig und hat keine Kinder. Sie selbst hatte die Vorwürfe bestritten. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.


kis / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?