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München: 19-Jähriger ersticht Frau, weil er ihre Wohnung wollte

Im Flur ihres Münchener Wohnhauses wird Anfang Januar eine 31-Jährige erstochen. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das Motiv: Der Mann wollte offenbar die Wohnung des Opfers haben.

Drei Wochen nach dem Mord an einer 31 Jahre alten Frau in München hat ein Mann aus der Nachbarschaft die Bluttat weitgehend gestanden. Der mutmaßliche Täter wollte durch den Tod der Frau an eine Wohnung kommen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte, gab der 19-Jährige dies bei seiner Vernehmung an. Ein anderes Motiv hätten die Ermittler bislang nicht gefunden, es habe keine Verbindung zwischen Täter und Opfer bestanden. Auch einen Raubmord oder ein Sexualdelikt schloss die Polizei aus.

Den Angaben zufolge war der Tatverdächtige am Donnerstag in seiner Wohnung festgenommen worden. Dort fanden die Ermittler den abgebrochenen Griff des mutmaßlichen Tatmessers sowie offenbar blutige Kleidung. Ein Abgleich einer Speichelprobe mit DNA-Material vom Tatort ergab zudem eine Übereinstimmung.

Der junge Mann - bei der Tat vor drei Wochen war er noch 18 Jahre alt - wurde am Freitagvormittag von einem Psychiater untersucht. Die Staatsanwaltschaft will Haftbefehl wegen Mordes beantragen. Die Soko war durch einen Hinweis eines Kollegen auf den Mann aufmerksam geworden. Diesem war 19-Jährige im Rahmen anderer Ermittlungen aufgefallen.

Die 31-Jährige war am Abend des 4. Januar im Flur ihres Wohnhauses erstochen worden. Nachbarn fanden die aus Sachsen stammende Verlagsangestellte. Die abgebrochene Klinge der Tatwaffe lag neben ihr.

pas/AFP/DPA / DPA
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