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Münchner "Doppelmord": Vier Jahre nach Bluttat an Mutter: Sohn ersticht Vater

Vier Jahre nach dem Mord an seiner Mutter hat ein 25-jähriger Mann in München auch seinen Vater erstochen. Seit der ersten Tat lebte der Mann in der geschlossenen Psychatrie. Erst vor kurzem wurde der Vollzug gelockert.

Vor vier Jahren erstach er seine Mutter, nun hat er vor vielen Zeugen auch seinen Vater getötet. Der 57-jährige Vater starb am Mittwochabend, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sein 25 Jahre alter, psychisch kranker Sohn hatte am Dienstag im Streit auf ihn eingestochen. Der Vater war nach der Auseinandersetzung aus seinem Haus in eine gut besuchte Münchner Gaststätte geflohen und hatte vergeblich versucht, die Tür zu versperren. Sein Sohn folgte ihm und stach weiter auf ihn ein. Ein Mitarbeiter der Gaststätte überwältigte ihn schließlich.

Der 25-jährige Auszubildende befand sich in psychiatrischer Behandlung, nachdem er vor vier Jahren bereits seine Mutter mit Messerstichen getötet hatte. Nach der Tat bescheinigte ein Gutachter ihm Schuldunfähigkeit, das Landgericht München ordnete die Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie an, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Die Ärzte entschieden im Laufe der Jahre, den Vollzug nach und nach zu lockern - zuletzt war der junge Mann in einer therapeutischen Wohngemeinschaft untergebracht. "Das war eine ärztliche Entscheidung, darauf hatte die Staatsanwaltschaft keinen Einfluss", sagte die Sprecherin.

kbe/DPA / DPA
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