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Mutmaßlicher Boston-Attentäter: Zarnajews Anwälte wollen späteren Prozessbeginn

Eigentlich soll Dschochar Zarnajew, mutmaßlicher Attentäter auf den Boston-Marathon, ab Anfang Januar vor Gericht stehen. Doch seine Anwälte wollen mehr Zeit für die Sichtung der Prozessunterlagen.

Dschochar Zarnajew soll mit seinem Bruder den Anschlag auf den Boston Marathon 2013 verübt haben sollen (undatiertes Archivbild)

Dschochar Zarnajew soll mit seinem Bruder den Anschlag auf den Boston Marathon 2013 verübt haben sollen (undatiertes Archivbild)

Die Anwälte des mutmaßlichen Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew haben einen Aufschub des Prozessbeginns beantragt. Wie aus Gerichtsunterlagen vom Dienstag hervorging, streben sie eine Verschiebung des Starttermins vom 5. Januar auf September kommenden Jahres an. Zur Begründung gaben sie unter anderem an, dass die Staatsanwaltschaft eine große Menge an Unterlagen vorgelegt habe, zu deren Sichtung mehr Zeit nötig sei.

Bei dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon am 15. April 2013 waren drei Menschen getötet und etwa 260 weitere verletzt worden. Für die Tat werden Dschochar Zarnajew und sein älterer Bruder Tamerlan verantwortlich gemacht. Auf der Flucht sollen sie auch einen Polizisten erschossen haben.

Zarnajew plädierte auf nicht schuldig

Tamerlan wurde bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei getötet. Die beiden Männer stammen aus einer tschetschenischen Familie und sollen radikalen Islamisten nahegestanden haben. Der inzwischen 21-jährige Dschochar plädierte im Juli 2013 auf nicht schuldig.

Am 5. Januar soll laut bisheriger Planung der Prozess gegen ihn mit der Auswahl der Geschworenen beginnen. Es wird mit einer Verhandlungsdauer von mehreren Monaten gerechnet. Der Prozessbeginn wurde schon einmal verschoben. Bei einer Verurteilung könnte Zarnajew die Todesstrafe drohen.

tkr/AFP / AFP