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Mutmaßlicher NSU-Unterstützer: Polizei nimmt Ex-Landesvize der NPD fest

Ein weiterer mutmaßlicher Neonazi-Terrorist ist am Dienstagmorgen in Jena festgenommen worden. Der ehemalige Vize-Landeschef der NPD soll die rechtsextreme Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) unterstützt haben.

Bei ihren Ermittlungen zu der Neonazi-Mordserie hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Jena einen weiteren Verdächtigen festnehmen lassen. Dem 36-jährigen Ralf Wohlleben wird Beihilfe zu sechs Morden und einem Mordversuch zur Last gelegt, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Medienberichten zufolge handelt es sich bei W. um einen führenden früheren Funktionär der rechtsextremen NPD in Thüringen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll Wohlleben seit 1995 in rechtsextremistischen Kreisen in Thüringen aktiv gewesen sein. Laut "Spiegel Online" zählte er wie die Mitglieder der Zwickauer Neonazi-Zelle zum engsten Kreis der "Kameradschaft Jena". 2002 wurde er demnach stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Thüringen. Wohlleben stand der Bundesanwaltschaft zufolge bereits in den 1990er Jahren in enger Verbindung zu den 1998 untergetauchten drei Mitgliedern der Zwickauer Zelle, die insgesamt zehn Morde in den Jahren 2000 bis 2007 sowie zwei Sprengstoffanschläge in Köln verübt haben soll.

Wohlleben soll demnach das Neonazi-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bei dessen Flucht 1998 und danach finanziell unterstützt haben. Zudem vermittelte er laut Bundesanwaltschaft den Kontakt zwischen der Zelle und dem inhaftierten Holger G., der dem Trio den Ermittlern zufolge Geld und Ausweisdokumente überließ.

Aufgrund seiner anhaltenden Verbindung zu der unter falscher Identität lebenden Gruppe habe Wohlleben von deren terroristischen Straftaten gewusst, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. Der 36-Jährige steht demnach im Verdacht, der Gruppe 2001 oder 2002 eine Schusswaffe und Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition einem Kurier übergeben haben, der sie in seinem Auftrag zu den Zellenmitgliedern nach Zwickau brachte. Dabei soll Wohlleben den Ermittlern zufolge billigend in Kauf genommen haben, dass die Schusswaffe für rechtsextremistische Morde verwendet werden könnte.

Wohlleben ist der dritte mutmaßliche Unterstützer der Gruppe, der von den Behörden festgenommen wurde. Böhnhardt und Mundlos waren am 4. November nach einem gescheiterten Banküberfall in Eisenach tot aufgefunden worden. Die einzige Überlebende des Terroristen-Trios, Beate Zschäpe, schweigt bislang in der U-Haft zu den Vorwürfen. Als weiterer Unterstützer der Gruppe neben dem 13. November in Niedersachsen festgenommenen Holger G. gilt der ebenfalls in U-Haft sitzende Andre E. Der 32-Jährige war am vergangenen Donnerstag in Brandenburg festgenommen worden. E. soll den Propagandafilm hergestellt haben, mit dem sich die Terrorgruppe zu den Morden an neun Migranten und einer Polizistin bekannt hatte.

jwi/AFP/DPA / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?