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Mysteriöser Fall in Frankreich Familie verschwunden - Bein gefunden


Die Polizei im französischen Nantes sucht nach einer verschwundenen sechsköpfigen Familie. Der Fund von Leichenteilen im Garten nährt einen schrecklichen Verdacht. Besonders mysteriös wird der Fall durch die Andeutungen des Vaters und Buchstaben im Staub.

Der Fund von Leichenteilen im Garten eines Reihenhauses deutet auf ein schreckliches Familiendrama im westfranzösischen Nantes hin. Nachbarn hatten die Polizei auf das rätselhafte Verschwinden einer sechsköpfigen Familie seit Anfang April aufmerksam gemacht. Unter der Terrasse ihrer Wohnung fanden Polizisten dann zunächst die Reste eines abgetrennten menschlichen Beins, wenig später berichtete die Zeitung "Ouest France", die Beamten hätten zudem mindestens eine Leiche im Garten entdeckt. Am frühen Abend meldete die TV-Station BFM, dass die Polizei nunmehr von mindestens drei Leichen ausgeht.

Nachbarn hatten die Behörden alarmiert, nachdem die Jalousien der Wohnung seit Anfang April geschlossen waren. Im Fernsehen erklärte einer von ihnen, der überquellende Briefkasten habe ihn kaum erstaunt. "Doch als Freunde der Kinder kamen und wissen wollten, was los war, wurde ich stutzig", sagte ein bärtiger Mittfünfziger vor laufender Kamera. Keines der Familienmitglieder reagierte mehr auf Handy-Anrufe. Polizisten hatten bei einer Hausdurchsuchung festgestellt, dass die Schränke ausgeräumt und Bettlaken abgezogen waren. Spuren einer Auseinandersetzung gab es nicht. Von den Nachbarn wurde die Familie als ruhig und unscheinbar beschrieben.

Mysteriöse Andeutungen des Vaters

Die vier Kinder im Alter von 13 bis 20 Jahren hatten ihre Schulen, die Eltern ihre Arbeitsplätze unvermittelt verlassen. Zudem gab es seit dem 3. April keine Bewegungen auf dem Familienkonto mehr. Bekannten gegenüber hatte vor allem der Vater merkwürdige Andeutungen gemacht: Dazu gehörte die Behauptung, er sei US-Geheimagent und müsse im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms abtauchen. Anderen gegenüber soll er eine berufliche Versetzung nach Australien angekündigt haben. Damit war in einem Schreiben an den Schuldirektor auch das Fehlen von zweien der Kinder erklärt worden. Im Brief lag sogar ein Scheck für die Schulgebühren.

Auf einem nahe dem Haus abgestellten Auto - es soll der verschwundenen Mutter gehören - fanden die Beamten den in den Staub geschriebenen Satz: "Das hättest Du nicht tun dürfen - Du fehlst mir!" Unklar blieb aber, ob der Satz im Zusammenhang mit dem mysteriösen Verschwinden der Familie steht.

fw/DPA/AFP DPA

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