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Mutmaßlicher Agentenmord: Mysteriöser Tod von Litwinenko wird öffentlich untersucht

Acht Jahre ist es her, dass Alexander Litwinenko in London einen langsamen Gift-Tod starb. Die Witwe des Ex-Spions setzte jetzt eine öffentliche Untersuchung durch. Bringt sie Licht ins Dunkel?

Alexander Litwinenko (rechts) bei einer Pressekonferenz der Nachrichtenagentur Interfax im November 1998

Alexander Litwinenko (rechts) bei einer Pressekonferenz der Nachrichtenagentur Interfax im November 1998

Mehr als acht Jahre nach dem mysteriösen Tod des früheren Sowjet-Spions Alexander Litwinenko wird der mutmaßliche Agentenmord öffentlich vor Gericht aufgerollt. Marina Litwinenko, die Witwe des mit der radioaktiven Substanz Poloniom 210 vergifteten Doppelagenten, hat die richterliche Untersuchung gegen den Willen der britischen Regierung durchgesetzt.

Vergiftet beim Teetrinken

Alexander Litwinenko hatte sich mit dem Kreml überworfen und später auch für den britischen Geheimdienst MI6 gearbeitet. Am 23. November 2006 starb er in einem Londoner Krankenhaus, an den Folgen der Strahlenkrankheit. Wenige Tage vorher war er vermutlich beim Teetrinken in einem Hotel mit der hochgiftigen, radioaktiven Substanz vergiftet worden.

Die Untersuchung in London findet vor einem Richter, aber ohne Angeklagten statt. Der Hauptverdächtige, der russische Duma-Abgeordnete und frühere Geheimdienstmann Andrei Lugowoi, wird von Moskau nicht ausgeliefert. Der Vorsitzende, Richter Robert Owen, erwartet einen Abschlussbericht über die mindestens zehn Wochen dauernde Untersuchung, von der Teile hinter verschlossenen Türen stattfinden werden, noch in diesem Jahr.

yps/DPA / DPA
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