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Nach 22 Jahren frei: Debra Milke staunt über iPhones

22 Jahre saß Debra Milke in einer Todeszelle in den USA. Die gebürtige Berlinerin ist vorläufig wieder auf freiem Fuß und muss sich in "kleinen Schritten" an die neu erlangte Freiheit gewöhnen.

Nach 22 Jahren in einer US-Todeszelle muss sich die gebürtige Berlinerin Debra Milke langsam an ihre neue Freiheit gewöhnen. "Nach einem Vierteljahrhundert eingesperrt, erstmals ohne Ketten zu gehen, ihre eigene Kleider zu tragen, das alles war völlig neu für sie", zitierte die "Bild"-Zeitung am Montag Milkes Anwältin, Lori Voepel. "Doch am fasziniertesten fand sie die heutige Technologie: Sie staunte über iPads, iPhones, Touchscreens, die Vernetzung der Geräte."

Lächelnd, aber zugleich nervös und ängstlich verließ die 49-Jährige am Freitag ein Gefängnis in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, wie der Lokalsender "12News" berichtete. Zuvor wurde eine Kaution in Höhe von 250.000 Dollar (etwa 190.000 Euro) gezahlt, möglicherweise von Milkes Mutter und anderen Unterstützern. Milke war 1991 für schuldig befunden worden, 1989 zwei Männer zur Ermordung ihres vierjährigen Sohnes angestiftet zu haben.

Ein Berufungsgericht in San Francisco hatte das Todesurteil im vergangenen März aufgehoben: Es gebe keine direkten Beweise oder Augenzeugen, die Milke mit der Tat in Verbindung gebracht hätten. Jetzt soll es einen neuen Prozess geben. Rechtsexperten sehen eine gute Chance, dass Milke endgültig frei kommt.

Freiheit mit Fußfessel und nächtlicher Ausgangssperre

Als Schlüssel gilt, ob die stark umstrittenen Aussagen eines Hauptbelastungszeugen, nach der Milke die Tat gestanden haben soll, im Prozess erneut zugelassen werden. Eine Entscheidung darüber könnte Ende September oder Anfang Oktober fallen. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Staatsanwaltschaft auf einen neuen Prozess verzichtet, sollte die Zeugenaussage gestrichen werden.

Der neue Prozess soll nach bisheriger Planung am 30. September beginnen, eine Verschiebung gilt aber als gut möglich. Milke bleibt bis zu einem etwaigen neuerlichen Schuldspruch auf freiem Fuß, allerdings mit Auflagen. So wurde ihr dem Sender 12News zufolge gleich nach der Freilassung in der Kanzlei ihres Anwalts eine Fußfessel mit einem Gerät angelegt, das es ermöglicht, ihren Aufenthaltsort jederzeit festzustellen. Außerdem gelte für sie eine nächtliche Ausgangssperre. Milke dürfe auch keinen Alkohol trinken und müsse sich von ihrem Ex-Mann fernhalten, der sich überzeugt von ihrer Schuld geäußert hat.

Milke werde vorerst viel Zeit in der Wohnung verbringen, erklärte ihre Anwältin: "Wir wollen sie nicht überstimulieren: Die Wahl der Speisen, der Kleidung, das alles bleibt vorerst beschränkt. Es sind kleine Schritte."

juho/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.