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Nach Auftritt in sternTV: Mutter der verschleppten Kinder darf hoffen

Lichtblick für die Mutter der vier in Afrika verschleppten Kinder aus Celle: Nach einem Fahndungsaufruf in sternTV gibt es ernstzunehmende Hinweise auf den Verbleib der Jungen und Mädchen.

Nach Fahndungsaufrufen im Fernsehen gibt es ernstzunehmende Hinweise auf die vier von ihrem Vater nach Afrika verschleppten Kinder aus Niedersachsen. Das sagte Oberstaatsanwalt Lars Janßen am Freitag in Celle. Nähere Angaben wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen.

Die beiden Jungen Jonas und Benjamin sowie die Mädchen Miriam und Lisa waren Ende April von ihrem deutschen Vater Axel Hüls über Ägypten in den von Unruhen erschütterten Sudan gebracht worden. Der 37-Jährige, der von seiner Familie getrennt lebt, hatte die Kinder am 25. April im Alter zwischen vier und acht Jahren zu einer Fahrradtour abgeholt und nicht wieder zurückgebracht.

Ständige Sorge um die Kinder

Seither gibt es kein Lebenszeichen von den Kindern. Mutter Katja Hüls lebt in ständiger Angst und Ungewissheit. "Ich habe keine Ahnung, was er dort unten mit den Kindern macht, wie er den Alltag organisiert", sagt die verzweifelte Mutter. "Wo wohnen sie? Wie kommen sie an Essen und sauberes Trinkwasser?" Axel Hüls war ein liebevoller Vater. Der gläubige Christ entwickelte sich zunehmend zum Fundamentalisten, was letztlich auch zum Scheitern der Ehe führte.

In ihrer Verzweiflung wandte sich Katja Hüls via TV an die Öffentlichkeit gewandt. Dies scheint nun erste Fahndungserfolge gebracht zu haben. Hinweise zum Aufenthaltsort der Kinder nehmen die Polizeiinspektion Celle (Telefon 05141/277-4444 oder -3126, www.polizei.celle.de) oder an jede andere Polizeidienststelle weiterhin entgegen.

dho/DPA / DPA