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Nach Enthauptung der Gattin: Tatverdächtiger in der Klinik

Nach der Enthauptung seiner Ehefrau in einer Wohnung in Hamburg-Harburg muss der 40-jährige Täter in eine psychiatrische Anstalt. Erst nach dem Prozess wird entschieden, ob er in der Klinik bleibt oder ins Gefängnis kommt.

Der Mann, der in Hamburg seine Frau enthauptet hat, wird in der forensisch-psychiatrischen Klinik Hamburg Nord im Stadtteil Ochsenzoll behandelt. Der Leitende Arzt der Klinik, Guntram Knecht, sagte der Deutschen Presse-Agentur, zunächst bleibe der 40-Jährige bis zu seinem Prozess dort. Dann entscheide das Gericht, ob der Mann in den Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter oder in Haft kommt.

Der 40-Jährige hatte am Montag gestanden, seine 39 Jahre alte Frau erstochen zu haben. Anschließend enthauptete er das Opfer mit einem Küchenmesser und ging mit dem Kopf der Frau zu einer Tankstelle. In einer Vernehmung bei der Polizei sprach der Mann von "versteckten Botschaften in den Medien" und einem "Auftrag aus niederen Ebenen" zu der blutigen Tat.

Ein Haftrichter ordnete die Unterbringung des 40-Jährigen in der Klinik an. Der Mann ist seit Jahren in psychiatrischer Behandlung, sagte eine Polizeisprecherin. Knecht will nun zunächst mögliche frühere Krankenakten einsehen. "Wir versuchen ihn jetzt Schritt für Schritt in die Realität zurückzuholen", sagte der Arzt.

DPA / DPA
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