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Nach Jobverlust: Amerikaner tötet seine Familie und sich selbst

"In 32 Dienstjahren habe ich so etwas noch nicht gesehen" - Der Polizist Kenneth Garner zeigte sich schockiert über den Anblick, der sich ihm bot: Ein Mann hatte in einem Haus bei Los Angeles seine Frau, seine fünf Kinder und sich selbst getötet. Vor der Tat schickte der Krankenhausmitarbeiter noch ein Fax an einen TV-Sender.

Aus Verzweiflung über seine wirtschaftliche Lage hat ein Vater in Kalifornien seine fünf Kinder deren Mutter und schließlich sich selbst erschossen. Kurz vor den Schüssen schickte Ervin L. am Dienstag ein Fax an einen TV-Sender, in dem er erklärte, der Tod sei die letzte Zuflucht, nachdem er und seine Frau ihre Arbeitsplätze in einem Krankenhaus verloren hätten. Anschließend rief der Polizei an: "Er wählte die Notrufnummer 911 und teilte mit, dass seine Familie tot ist", sagte der Polizist Sam Park der "Los Angeles Times" am Dienstag. Danach nahm sich Ervin L. das Leben. Die Beamten fanden in dem Haus in Wilmington nahe Los Angeles nur noch die sieben Leichen vor.

Bei den getöteten Kindern soll es sich um ein achtjähriges Mädchen sowie fünf- und zweijährige Zwillinge handeln. Die Kinder und die Frau wurden in den Kopf geschossen. Neben der Leiche des Mannes wurde ein Revolver gefunden. "In 32 Dienstjahren habe ich so etwas noch nicht gesehen", sagte der ermittelnde Beamte Kenneth Garner der Zeitung. "In diesen schwierigen Wirtschaftszeiten gibt es auch andere Wege."

Ein ähnliches Familiendrama als Folge der Finanzkrise hatte im vergangenen Oktober Schlagzeilen gemacht. Weil die Börsenkurse fielen und er sein einst stattliches Vermögen verlor, erschoss ein arbeitsloser Finanzberater in Los Angeles seine Ehefrau, seine drei Söhne sowie seine Schwiegermutter. Anschließend tötete der 45-Jährige sich selbst. Er hatte drei Briefe am Tatort mit Hinweisen auf sein Motiv hinterlassen.

AP/DPA / AP / DPA