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Messer-Attacke auf OB-Kandidatin: Kölner Attentäter wird Haftrichter vorgeführt

Einen Tag vor dem Urnengang schockierte ein Messerangriff auf die Kölner OB-Kandidatin Reker die Öffentlichkeit. Nach und nach kommen nun immer mehr Hintergründe und Details zu der Tat ans Tageslicht.

Foto am Tatort, an dem die parteilose Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker mit einem Messer niedergestochen wurde

Die parteilose Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker ist einen Tag vor der Wahl bei einem Wahlkampftermin durch eine Messerattacke in Köln verletzt worden.

Der Attentäter, der die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker schwer verletzt hat, soll am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund, sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Der 44 Jahre alte Täter soll sich nach einem Bericht von Spiegel-Online in den 90er Jahren der rechtsextremen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) angeschlossen haben. Unterdessen lief in Köln die Oberbürgermeister-Wahl ohne Zwischenfälle an.

Die Kölner CDU teilte mit, die Operation von Reker sei sehr gut verlaufen. Der Attentäter hatte der 58-Jährigen parteilosen Kandidatin am Samstag an einem CDU-Wahlkampfstand in den Hals gestochen. "Eine vollständige Wiederherstellung der Gesundheit von Henriette Reker ist wahrscheinlich", teilte die Partei mit. Der Vorsitzende der Kölner CDU, Bernd Petelkau, rief zu einer hohen Wahlbeteiligung auf: "Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt und Hass setzen und deutlich machen, dass wir uns durch solche feigen Anschläge nicht einschüchtern lassen!"

Reker ist parteilos, wird aber von CDU, FDP und Grünen unterstützt. Die Sozialdezernentin der Stadt gilt als aussichtsreiche Kandidatin bei der Oberbürgermeisterwahl. Über die Stadtgrenzen hinaus hatte sie sich einen Namen mit ihrem Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und für Flüchtlingshilfen gemacht.

lst/ Reuters
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