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Nach Presseandrang im Gefängnis: Seehofer sauer über Hoeneß-Rummel in Landsberg

Nach dem Presserummel in der JVA Landsberg spricht Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Klartext: Er will, dass Uli Hoeneß seine Haftstrafe unter Wahrung der Privatsphäre absitzen kann.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß kann seine Haftstrafe in Landsberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit absitzen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ordnete in einer Kabinettssitzung an, dass die Türen der JVA Landsberg künftig für die Medien verschlossen bleiben.

Hoeneß solle wie jeder andere Häftling behandelt werden, ohne dass die Justiz die Haftbedingungen groß in der Öffentlichkeit ausbreite. "Er hat das gleiche Anrecht auf Privatsphäre, und das soll auch sichergestellt werden", sagte die stellvertretende Regierungschefin Ilse Aigner (CSU) nach der Kabinettssitzung.

Die JVA Landesberg hatte ihre Räume am Montag gut 150 Journalisten präsentiert. "Es war die Bitte des Ministerpräsidenten, dass staatliche Stellen künftig nicht mehr dazu beitragen, dass hier Tür und Tor geöffnet werden."

Nachdem Seehofer das Thema in der Kabinettssitzung angesprochen hatte, erläuterte Justizminister Winfried Bausback (CSU) nach Teilnehmerangaben, dass das Medieninteresse sehr groß war. Seehofer machte deutlich, dass er keine Wiederholung wünsche.

feh/DPA / DPA