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Nach Razzien: Hells Angels vorgewarnt - Polizei sucht Geheimnisverräter

Wer hat den Rockerclub Hells Angels vor der Razzia in Berlin gewarnt? Die Polizei sucht nach einem versteckten Informanten. Innensenator Henkel bezeichnete die Aktion dennoch als Erfolg, ein Club wurde verboten.

Nach den Razzien bei den #Link;http://www.stern.de/panorama/hells-angels-90272430t.html;Hells Angels# in Berlin und Potsdam sucht die Polizei nach der Ursache für ein Informations-Leck. Die Rocker wurden vermutlich vorgewarnt und erhielten Hinweise auf die Polizeiaktion in Berlin. Deshalb wird ermittelt, ob der Geheimnisverräter aus den Reihen der Polizeibehörde kommt.

Innensenator #Link;http://www.stern.de/panorama/frank-henkel-90450101t.html;Frank Henkel# (CDU) sagte am Mittwochabend im rbb-Fernsehen zur Panne bei der Razzia: "Ich bin jedenfalls entsetzt, da ich mir so was überhaupt nicht hätte vorstellen können." Dennoch bezeichnete er die Aktion gegen die Hells Angels als Erfolg. Der Berliner Senat #Link;http://preview.stern.de/panorama/clubhaus-geraeumt-innensenator-verbietet-hells-angels-berlin-city-1834078.html;verbot eine einflussreiche Hauptstadt-Gruppe# des Rockerclubs. Der Berliner Grünen-Innenexperte Benedikt Lux sprach von einem "Ermittlungsgau" - "den größten, den ich in den letzten zehn Jahren erlebt habe".

Zugleich entbrannte eine politische Debatte über den Umgang mit der gewalttätigen Rockerszene. Bundesinnenminister #Link;http://www.stern.de/politik/hans-peter-friedrich-90474894t.html;Hans-Peter Friedrich# (CSU) sieht derzeit noch nicht genügend Beweise für ein bundesweites Verbot von Rockerclubs. Der schleswig-holsteinische Innenminister #Link;http://www.stern.de/panorama/klaus-schlie-90477469t.html;Klaus Schlie# (CDU) sagte zur einer Prüfung bundesweiter Verbote: "Ich denke, dass der Zeitpunkt da ist, das ernsthaft zu diskutieren".

Aktionen gegen Rocker auch in Norddeutschland

Nach Ansicht des Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft, #Link;http://www.stern.de/panorama/rainer-wendt-90337080t.html;Rainer Wendt#, ist das das letzte Mittel. "Ein Verbot von Rockerclubs muss sehr genau überlegt werden", sagte er der Zeitung "Die Welt". "Was wir brauchen sind verdeckte Ermittler mit weitreichenden Kompetenzen, Razzien und Durchsuchungen." Wendt warnte gleichzeitig vor einer Eskalation der Rocker-Gewalt. "Es ist durchaus zu befürchten, dass die Rockerbanden in eine verstärkte bundesweite Auseinandersetzung kommen", sagte er.

Auch in Norddeutschland hatte es in den vergangenen Tagen großangelegte Aktionen gegen Rocker gegeben. In Berlin durchsuchten am Mittwoch 550 Polizisten und Spezialeinsatzkommandos aus anderen Bundesländern Vereinslokale und etwa 30 verdächtige Wohnungen. Kurz danach durchsuchten je 100 Polizisten aus Berlin und Brandenburg ein Vereinsheim der Rocker in Potsdam. "Wir hatten Hinweise darauf, dass hier Personen auftauchen und es zu Absprachen kommt", sagte der Sprecher der Polizeidirektion West, Torsten Ringel, am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa, und: "Potsdam ist kein Rückzugsort für verbotene Organisationen."

Je 100 Beamte aus Berlin und Brandenburg hätten das Heim sowie Fahrzeuge durchsucht und dabei Hieb- und Stichwaffen gefunden; darunter Macheten und Axtstiele. 21 Personen wurden dem Sprecher zufolge angetroffen, Festnahmen gab es nicht.

ger/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.