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Nach Tipp des Entführers: Polizei findet Wolfs Lösegeld

Der gefasste Schwerverbrecher Thomas Wolf hat das Versteck seines Lösegeldes verraten. Die Polizei stieß an dem von ihm beschriebenen Ort in der Lüneburger Heide auf einen Behälter, in dem sich vermutlich die 1,8 Millionen Euro befinden. Wolf hatte die Frau eines Bankiers entführt. Jetzt hofft die Polizei, Hinweise auf Komplizen zu finden.

Der Entführer Thomas Wolf hat sein Schweigen über das erpresste Lösegeld gebrochen. Die Ermittler fanden bei Egestorf in Niedersachsen in einem Versteck Behälter, in denen das Lösegeld sein dürfte, wie die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden mitteilte. Die genaue Menge des gefundenen Geldes könne erst nach Abschluss kriminaltechnischer Untersuchungen beziffert werden. Außerdem müsse untersucht werden, ob an den Fundstücken noch andere Spuren außer denen des Entführers sind. Das könnte auf einen Komplizen hindeuten.

Wolf hatte Ende März die Ehefrau eines Wiesbadener Bankangestellten entführt und von dem Geldinstitut 1,8 Millionen Euro erpresst. Vom Lösegeld konnten bisher nur 140.000 Euro sichergestellt werden. Wolf wurde erst Ende Mai in Hamburg auf der Reeperbahn gefasst. In dem von Wolf genannten Lösegeldversteck fanden sich zwei nicht näher beschriebene Behältnisse und ein Aluminiumkoffer.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?