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Nach tödlicher Hetzjagd in Berlin: Mutmaßlicher Schläger aus Untersuchungshaft entlassen

Der Fall eines 23-Jährigen, der auf der Flucht vor U-Bahn-Schlägern in Berlin ums Leben kam, schockierte das Land. Einer der beiden mutmaßlichen Täter wurde nun aus der U-Haft entlassen - aus Mangel an Beweisen.

Nach der tödlichen Hetzjagd auf einen 23-Jährigen in Berlin ist einer der beiden mutmaßlichen Schläger aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Haftbefehl gegen den 22-Jährigen sei aufgehoben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Nach Rekonstruktion des Falles könne dem Mann keine Beteiligung an der Jagd nachgewiesen werden. Es werde aber weiter wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt, sagte Steltner. Ein 21-Jähriger ist derweil noch in U-Haft.

Das 23-Jährige Opfer war laut Staatsanwaltschaft am 17. September auf der Flucht vor Schlägern in Panik aus einem U-Bahnhof auf die Straße gerannt. Dort wurde es von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Ein Freund konnte sich in Sicherheit bringen. Der Flucht soll eine Auseinandersetzung im U-Bahnhof vorausgegangen sein. Die beiden Angreifer hatten sich gestellt. Sie seien bereits wegen Raubdelikten und Körperverletzungen bekannt, hieß es. Am Unfallort gedachten hunderte Menschen bei einer Demonstration des toten jungen Mannes. Noch immer werden dort Blumen niedergelegt.

cjf/DPA / DPA