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Beschleunigtes Verfahren: NPD-Mann wird wegen Nazi-Tattoo der Prozess gemacht

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den NPD-Politiker, der in einem Schwimmbad seine KZ-Tätowierung offen zur Schau gestellt hat. Die Strafe könnte schon in wenigen Tagen feststehen.

NPD-Mann Marcel Zech mit KZ-Tattoo auf dem Rücken

So wurde der NPD-Mann Marcel Zech im Oranienburger Spaßbad fotografiert

Ende November präsentierte Marcel Zech im Oranienburger Spaßbad seine KZ-Tätowierung. Wie die Zeitung "Potsdamer Neueste Nachrichten" berichtet, erhebt die Staatsanwaltschaft Neuruppin jetzt Anklage gegen den NPD-Funktionär: Der 27-Jährige muss sich wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten.

Die Strafe könnte schnell folgen: Laut Informationen der Zeitung habe die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen. Zech soll jetzt in einem beschleunigten Verfahren der Prozess gemacht werden, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Noch in diesem Jahr könnte das Urteil gefällt werden. Am Dienstag, den 22. Dezember, beginnt um 9.30 Uhr der einzige Verhandlungstag.

Möglich ist das beschleunigte Verfahren, weil die Tat erst vor kurzem begangen wurde und die Beweislage eindeutig ist. Laut Informationen der "PNN" habe der Angeklagte einen in der Neonazi-Szene prominenten Anwalt mit seiner Verteidigung beauftragt.

tim