Neue Bluttat in China Mann stürmt Kindergarten mit Messer


Die schreckliche Serie von Kindermorden in China reißt nicht ab: Wieder ging ein Amokläufer auf Kinder los, tötete sieben und verletzte mindestens elf in einem Kindergarten. Auch drei Erwachsene starben. Es ist bereits die sechste Tat dieser Art innerhalb von nur zwei Monaten.

Bei einem erneuten Amoklauf in China sind am Mittwoch sieben Kinder und zwei Erwachsene getötet worden. Mindestens elf Kinder wurden verletzt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, ging der Täter in einem Kindergarten im Dorf Linchang in der nordwestlichen Provinz Shaanxi mit einem Hackmesser auf seine Opfer los.

Der blutige Zwischenfall passierte um 8.00 Uhr früh Ortszeit, als die Kinder gerade in den Kindergarten gekommen waren. Anschließend ging der Mann nach Hause und brachte sich mit einem Messer um.

Opfer waren zwischen vier und sechs Jahre alt

Der Täter sei ein Nachbar des Kindergartens nahe der Stadt Hanzhong gewesen, wie eine Sprecherin der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi sagte. "Er hatte psychische Probleme." Nach ersten Ermittlungen war er zuvor in Streit mit der Kindergartenleitung geraten. Demnach hatte er das Gebäude an den Kindergarten vermietet und den Auszug zum Ende des Mietvertrages im April gefordert. Die Leiterin habe das Haus erst im Sommer räumen wollen.

Unter den Toten seien fünf Jungen, zwei Mädchen sowie die 50 Jahre alte Besitzerin des privaten Kindergartens sowie deren 80-jährige Mutter, die später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen sei, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Die getöteten Kinder sollen zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen sein.

Zusätzliche Wachen und Pressezensur

In China sind in jüngster Zeit immer wieder Kinder von Amokläufern angegriffen worden. Zusätzliche Polizisten und Sicherheitsleute bewachen mittlerweile Schulen und Kindergärten. Bei drei ähnlichen Taten im vergangenen Monat waren Dutzende von Kindern verletzt worden. Experten nehmen an, dass wachsende soziale Unterschiede eine der Ursachen für die Attacken auf Kinder sind.

Die Behörden haben die Zensur der Nachrichten über die Bluttat am Mittwoch in den chinesischen Medien noch verschärft. Nachdem chinesische Nachrichtenportale die Meldung anfangs noch verbreitet hatten, wurde sie im Laufe des Tages an vielen Stellen wieder zurückgezogen.

DPA/APN DPA

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