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Neue Ermittlungsergebnisse: Kampusch-Entführer war Einzeltäter

"Da war immer nur ein Täter", hatte Natascha Kampusch selbst stets betont. Der Verdacht, dass ihr Peiniger Wolfgang Priklopil Komplizen oder Mitwisser gehabt haben müsse, hat sich dennoch gehalten. Doch neue Ermittlungen zeigen: Priklopil handelte allein.

Der Entführer der Österreicherin Natascha Kampusch hat seine Tat alleine begangen. Die Behörden schlossen die sogenannten Mehrtäter-Theorie zum gegenwärtigen Kenntnisstand aus, sagte der Chef der Wiener Oberstaatsanwalt, Werner Pleischl, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Zuletzt hatte ein Freund - Ernst H. - des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil im Verdacht gestanden, womöglich an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die österreichischen Behörden hatten nach Ermittlungspannen den Entführungsfall erneut untersucht.

Mit ihrem Bericht an die Öffentlichkeit, der nicht viele neue Informationen enthielt, wollten die Behörden alle Gerüchte zerstreuen, die sich inzwischen um den Fall ranken. "Es ist jetzt an der Zeit, mit den Spekulationen, mit den Interpretationen Schluss zu machen", sagte Kurt Linzer vom österreichischen Bundeskriminalamt. In mittlerweile 10.000 Arbeitsstunden seien selbst die skurrilsten Hinweise und anonymen Behauptungen überprüft worden.

Lebenskrise des Einzelgängers als Tatmotiv

Nach den Erkenntnissen der Staatsanwälte hat Priklopil weder Kampusch noch ihre Angehörigen vorher gekannt, sondern sich das Mädchen zufällig ausgesucht. Hintergrund der Tat war wohl eine Art "Lebenskrise" des als Einzelgänger beschriebenen Entführers. Er habe sich zu der Zeit mehr auf sein Privatleben als auf seine Arbeit konzentrieren wollen und erkannt, dass er wohl nie eine Frau finden werde. Daraufhin habe er beschlossen, sich seine Partnerin von einem Kind quasi "selbst zu erschaffen".

Der zuletzt immer wieder ins Visier der Ermittlungen gerückte Priklopil-Freund Ernst H. war nach Angaben der Behörden mehr ein Geschäftspartner. Er habe zwar viel Kontakt mit dem Kidnapper gehabt, beide Männer hätten aber - auch nach der Aussage Kampuschs - kaum über Privates gesprochen. Ermittlungen gegen ihn wegen Beteiligung an der Tat seien eingestellt, es gebe gegen ihn aber wegen eines anderen Verdachts womöglich Strafverfahren. Ernst H. hatte erst kürzlich entgegen bisheriger Aussagen gestanden, kurz nach der Flucht von Kampusch von Priklopil von der Entführung erfahren zu haben.

Priklopil hatte Kampusch 1998 als zehnjähriges Mädchen auf dem Weg zur Schule entführt. Achteinhalb Jahre blieb das Kind verschwunden. Der Kidnapper hielt Natascha in einem Kellerverlies unter seiner Garage gefangen. Die Wände waren schalldicht, Fenster gab es keine. Am 23. August 2006 gelang der mittlerweile 18-Jährigen die Flucht. Noch am gleichen Tag nahm sich der gelernte Nachrichtentechniker Priklopil das Leben - er warf sich vor einen Zug.

DPA/AFP / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?