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Neue Gewalt am Berliner Alexanderplatz: Passant rettet 18-jähriges Prügelopfer

Wieder haben Unbekannte einen Jugendlichen am Alexanderplatz bewusstlos geschlagen. Diesmal jedoch ging die Gewalttat glimpflich aus - weil ein Passant rechtzeitig einschritt.

Sechs Wochen nach der brutalen Gewaltattacke ist am Berliner Alexanderplatz erneut ein Jugendlicher zusammengeschlagen worden. Ein Passant konnte Schlimmeres verhindern. Nach Polizeiangaben waren drei bis vier Unbekannte am späten Freitagabend nach einem Streit auf den stark betrunkenen 18-Jährigen losgegangen. Sie sollen auch gegen seinen Kopf getreten haben. Das Opfer kam mit leichten Prellungen in ein Krankenhaus. Von den Tätern fehlte am Sonntag noch jede Spur.

"Wir ermitteln, können aber noch keine Ergebnisse vorweisen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag zu dem aktuellen Fall. Zunächst würden Zeugen und das Opfer befragt. Der 18-Jährige war den Angaben nach in der Gontardstraße zwischen U-Bahnhof Alexanderplatz und Fernsehturm mit einer Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen aneinandergeraten. Dann eskalierte der Streit offenbar: Drei bis vier Mitglieder der Gruppe gingen auf den 18-Jährigen los und schlugen ihn. Erst nach dem Einschreiten eines Passanten hörten die Täter auf und flüchteten. Das Opfer war beim Eintreffen der Polizei nicht ansprechbar.

Der Alexanderplatz war jüngst wegen der tödlichen Prügelattacke gegen Jonny K. in die Schlagzeilen geraten. Danach war eine Debatte über die Sicherheit an dem zentralen Verkehrsknotenpunkt entbrannt. Von sechs Verdächtigen befinden sich noch zwei Männer auf der Flucht, darunter auch der 19-jährige Hauptverdächtige. Er soll in der Türkei untergetaucht sein.

jwi/DPA / DPA