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Neue Gräueltat in Mexiko: Polizei findet 17 Musiker tot in Brunnen

Nach einem Auftritt am Wochenende waren sie vermisst worden, jetzt wurden die Leichen von 17 Musikern in einem abgelegenen Brunnen in Nordmexiko gefunden. Nur ein Bandmitglied überlebte.

Nach einer rätselhaften Entführung im Norden Mexikos sind 17 Mitglieder einer Musikgruppe ermordet worden. Ein Regierungssprecher des Bundesstaates Nuevo León bestätigte, dass die in einem 15 Meter tiefen Brunnen auf einer verlassenen Farm geborgenen Toten der seit dem Wochenende vermissten Band Kombo Kolombia angehörten. Nur einer der Band-Mitglieder hatte fliehen können und die Polizei alarmiert.

Die Band, die 18 Musiker sowie Helfer zählte, sei in der Nacht zum Freitag nach einem Privatauftritt in der Ortschaft Potrero Chico von etwa einem Dutzend bewaffneter Männer verschleppt worden, berichtete der Überlebende. Der Hintergrund ist völlig unklar.

Vor der Exekution nach Drogen befragt

Das entkommene Band-Mitglied erzählte den Behörden, die Entführer hätten sie auf einer vierstündigen Fahrt in mehreren Kleinbussen geschlagen und ausgefragt, ob sie Drogen konsumierten oder für kriminelle Banden tätig waren. Auf der verlassenen Farm seien dann alle auf die Knie gezwungen und mit je einem Schuss getötet worden.

Nachdem die Musiker am Wochenende nicht nach Hause gekommen waren, hatten Angehörige sie am Auftrittsort, auf einer privaten Ranch, gesucht. Sie fanden aber nur ihre Autos. Auch die Instrumente waren verschwunden.

Familien hatten Drohungen erhalten

Die Kombo Kolombia wurde 2007 gegründet und spielt eine Mischung aus kolumbianischer und mexikanischer Musik. Einer der toten Musiker war Kolumbianer. Angehörige der Opfer erklärten der lokalen Presse, dass die Gruppe Drohungen erhalten habe. Die Mutter eines Musikers berichtete, ihr Sohn habe aus Angst die Band verlassen wollen. Nuevo León an der Grenze zu den USA macht immer wieder mit Verbrechen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität Schlagzeilen.

ger/fw/DPA / DPA
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